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Balingen Schwierige Stücke brillant bewältigt

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Der Hausener Chor während des Auftritts in heilig Geist. Foto: Meinert Foto: Schwarzwälder Bote

Als Benefizkonzert der besonderen Art ist es angekündigt worden. Der Hausener Kirchenchor, der zugunsten des Fördervereins der Kirchenorgel in Heilig Geist aufgetreten ist, hat durch lupenreine Intonation fasziniert. Der Chorvorsitzende Thomas Meinert sensibilisierte für die Texte, die per Beamer eingeblendet wurden.

Balingen (tom). Mit der "Passacaglia" von Dietrich Buxtehude – an der Orgel der Heilig-Geist-Kirche mit großer Klangfülle registriert – stimmte Kirchenmusiker Alexander Rohm auf die nachfolgenden Chorbeiträge ein, die unter dem Titel "Licht gestalten" fünf Werke zeitgenössischer Komponisten folgen ließen, die das Thema Licht verarbeitet haben.

Dabei war der 1943 geborene Amerikaner Morten Lauridsen der älteste in der Reihe. Sein bis zu achtstimmiges "O nata lux" trug der Chor mit dynamischer Bandbreite vor. Beim "Dulce lumen" von Michael Waldenby beeindruckten die Soprani durch reine, hohe Töne mit Strahlkraft. Ausgeprägte Klangfülle bewiesen die Sänger bei "Stars" und "Only In Sleep" von Eriks Ešenvalds, die von Alexander Rohm gefühlvoll am Klavier begleitet wurden. Sofie Murr übernahm den Solosopran und krönte den Chorklang mit ihrer strahlend hellen Stimme.

Mit dem Titel "His Light In Us" des 1980 geborenen Norwegers Kim André Arnesen beendete der Chor den ersten Programmblock. Maria als "Lichtgestalt des Glaubens" bildete den roten Faden der zweiten Konzerthälfte, die Alexander Rohm mit einer Improvisation über "O Maria sei gegrüßt" eröffnete: Kunstvoll kombinierte er archaisch anmutende Akkordfolgen mit Jazz-Elementen und schuf so einen Vorgeschmack auf die stilistische Vielseitigkeit der nachfolgenden Chorbeiträge.

Im "Ave Maria" von Karl Jenkins agierten die Chorstimmen in einem instrumentalen Duktus, während das nachfolgende "Segne du, Maria" im Satz von Diözesanmusikdirektor Walter Hirt die Flexibilität der Mittelstimmen Alt und Tenor forderte.

Zwei a cappella vorgetragene Kompositionen von Rihards Dubra – "Rosa vernans caritatis" und "Felix namque es" – boten dem Chor Gelegenheit, seine lupenreine Intonation unter Beweis zu stellen. Chordirektor Winfried Neher gestaltete die Stücke sensibel und unterstrich so den Inhalt der Textaussagen.

"The Earthly Rose" im Satz von Eriks Ešenvalds beeindruckte gleich dreifach: Der Text ist eine Hommage an die Gottesmutter. Die im Original für Harfe konzipierte Begleitung setzte Alexander Rohm am Klavier mit großer Virtuosität und Leichtigkeit um, und der Chor unterstrich die Textinhalte durch eine abwechslungsreiche Dynamik und Agogik.

Die begeisterten Zuhörer forderten eine Zugabe, und mit "The Lamb" von Kim André Arnesen setzten die Sänger aus dem Oberen Schlichemtal einen weiteren Höhepunkt: Das Werk besticht durch eine große Klangfülle, eine mitreißende dynamische Bandbreite und klangvolle Akkorde – Anforderungen, die vom Chor in bewundernswerter Weise umgesetzt wurden.Der Hausener Kirchenchor meisterte die anspruchsvollen Kompositionen – von Sopran und Bass wird ein Ambitus (Tonumfang) von mehr als zwei Oktaven gefordert – mit beeindruckender Souveränität.

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