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Balingen Schülerzahlen an den beruflichen Schulen gehen weiter zurück

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Weniger Jugendliche, weniger Schüler: Die Zahlen gehen zurück. Foto: Gollnow Foto: Schwarzwälder Bote

Zollernalbkreis. Die Schülerzahlen der beruflichen Schuen im Zollernalbkreis sinken weiter – das hat die Kreisverwaltung am Montag dem Kreistagsausschuss für Schule, Kultur und Soziales mitgeteilt. 2019 besuchten insgesamt 5220 Schüler berufliche Schulen in Balingen, Albstadt oder Hechingen; 2009 waren es 6224 gewesen. Der Grund dafür ist die Demografie: Es gibt derzeit einfach weniger Jugendliche. Der Trend wird sich laut Landrat Günther-Martin Pauli bis auf weiteres fortsetzen und erst Mitte der 2020er-Jahre wieder umkehren, wenn der derzeitige Geburtenanstieg um Tragen kommt.

Die Entwicklungen an den einzelnen Schularten sehen unterschiedlich aus: Der kaufmännische Bereich leidet am meisten unter dem Rückgang der Schülerzahlen – an den beruflichen Gymnasien waren es zuletzt 55 weniger; 19 in Albstadt und 26 in Hechingen – , an den Berufsfachschulen 53. Hier propagiert das Landratsamt "Mund-zu-Mund-Beatmung": Je bereitwilliger die Unternehmen ausbilden, desto stabiler sind die Angebote im Zollernalbkreis.

Die technischen Profile sind stabil; die sozialen erfreuen sich besonderer Beliebtheit: Sowohl an den Gymnasien als auch an den Berufsfachschulen steigen die Schülerzahlen. Allerdings hat das ernährungswissenschaftliche Gymnasium der Hauswirtschaftlichen Schule Albstadt mangels Nachfrage keine Eingangsklassen mehr; das bedeutet, dass es das Profil im Schuljahr 2020/21 nicht mehr geben wird.

Einen leichten Schülerrückgang verzeichnen auch die Berufskollegs. Die Zahlen an den beruflichen Fachschulen sind stabil oder sogar ansteigend; an der Hauswirtschaftlichen Schule in Albstadt kann nach mehreren Jahren der Karenz wieder eine Fachschule für Organisation und Führung angeboten werden. Stark rückläufig sind die Zahlen im Bereich VABO – das Kürzel steht für "Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse" –, und zwar aus naheliegendem Grund: Die Flüchtlingszahlen sind stark zurückgegangen. Viele VABO-Absolventen sind mittlerweile in der "Ausbildungsvorbereitung dual", die konstant hohe Zahlen vermeldet – allerdings ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis sich das ändern wird.

Steigende Schülerzahlen vermelden die Sonderpädagischen Bildungs- und Beratungszentren, also die Hechinger Weiherschule, die Truchtelfingr Rossentalschule und die Sprachheilschule Balingen. Diese Schulen, konstatierte der Landrat, leisteten gute Arbeit würden offenbar nach wie vor gebraucht – trotz forcierter Inklusion.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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