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Balingen Regelkunde mit Hardy Landbeck

Von
Hardy LandbeckFoto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Nichts geht derzeit aufgrund der Corona-Beschränkungen auf den Fußballplätzen im Zollernalbkreis. Genug Zeit also, für die Trainer, Spieler und Fans sich mit dem mitunter kniffligen Regelwerk zu beschäftigen. Hardy Landbeck, Schiedsrichter-Lehrwart beim Württembergischen Fußballverband (WFV) nimmt einige Situationen genauer unter die Lupe, und erklärt, welche Entscheidungen die Referees zu treffen haben.

Frage: In der 25. Minute wird der als Auswechselspieler nominierte und sich auf der Auswechselbank befindende Spielertrainer des Gastvereins wegen lautstarker Kritik am Schiedsrichter verwarnt. Nach seiner Einwechslung in der 70. Minute begeht er ein klares taktisches Foul im Mittelfeld. Wie entscheidet der Schiedsrichter?

Antwort: Mit einem direkten Freistoß und einer gelb-roten Karte für den Spielertrainer. Bei Persönlichen Strafen ist es unerheblich, in welcher Funktion der Akteur diese in einem Spiel erhält. Sie ist personenbezogen, und bei zwei Verwarnungen erfolgt eine Summierung unabhängig vom Status des Akteurs.

Frage: Es gibt Strafstoß für die Heimmannschaft. Der Schütze läuft an und spielt den Ball etwa drei Meter seitlich nach vorne, um den Strafstoß indirekt auszuführen. Der deutlich zu früh in den Strafraum gelaufene Mitspieler verwandelt zum Torerfolg. Wie muss der Unparteiische entscheiden?

Antwort: Mit einem indirekten Freistoß für die verteidigende Mannschaft. Durch die Ausführung, wenn auch indirekt, war der eigentliche Strafstoß verwirkt. Es wurde mit der direkten Ausführung kein Tor erzielt. Der zu früh in den Strafraum gelaufene Mitspieler wird somit mit einem indirekten Freistoß bestraft, da die eigentliche Ausführung des Strafstoßes abgeschlossen war.

Frage: An der Mittellinie grätscht der Verteidiger in Richtung Ball, trifft aber in einer rücksichtslosen Art und Weise nur den Gegner. Dieser hatte kurz vor dem Kontakt den Ball in die Spitze zu einem Mitspieler gespielt, der nun alleine auf das Tor zulaufen kann. Der Schiedsrichter gewährt den Vorteil. In diesem Moment hebt aber der Schiedsrichterassistent die Fahne und zeigt eine strafbare Abseitsstellung an. Wie entscheidet der Schiedsrichter?

Antwort: Mit einem direkten Freistoß und einer Verwarnung. Da das Foul vor der strafbaren Abseitsstellung passierte und ein Vorteil überhaupt nicht eintreten kann, da der Spieler ja mit dem Spieleingriff sofort strafbar abseits wird, ist hier das vorgelagerte Vergehen, also das Foulspiel, mit einem direkten Freistoß zu bestrafen. Aufgrund des rücksichtslosen Einsatzes gibt es eine Verwarnung. Wäre der Spieler nicht im Abseits gewesen und hätte der Schiedsrichter Vorteil gegeben, hätte die Verwarnung in der nächsten Spielunterbrechung erfolgen müssen

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