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Balingen Referentin plädiert für genügend lange Ruhezeiten

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Aufmerksam verfolgen die Zuhörer die Ausführungen von Ingrid Löbner. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Balingen. "Schlaf, Kindlein schlaf" – unter diesem Titel hat Ingrid Löbner im evangelischen Gemeindehaus Hermann Berg einen Vortrag gehalten. Dieser fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Förderkreises der Psychologischen Beratungsstelle Albstadt-Ebingen statt. 70 Zuhörer waren gekommen.

Die Referentin ist Pädagogin und berät bei "Pro Familia" in Tübingen seit 30 Jahren unter anderem Eltern von Kindern mit Schlafproblemen. Sie bildet auch Hebammen und Tagesmütter aus und hat zwei Bücher über Kleinkinderziehung geschrieben.

Ingrid Löbner hielt fest, dass Babys anfangs alle paar Stunden aufwachten und nach einer kurzen Wachphase in den Ruhemodus zurückfinden müssen, um einschlafen zu können. Den für Erwachsene typischen Tag-Nacht-Rhythmus erlernten sie erst nach und nach.

In den ersten drei bis vier Jahren bräuchten Kinder die Nähe von anderen Menschen, um gut schlafen zu können. Am besten unterstützten Eltern ihre kleinen Kinder beim Einschlafen, indem sie in den ersten Monaten direkten Körperkontakt zuließen. Das Kind müsse eine gewisse Aufmerksamkeit der Eltern spüren, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Das Baby brauche keine absolute Stille, sondern komme mit den Alltagsgeräuschen sehr gut zurecht.

Es sei nicht sinnvoll, dass Eltern nachts zu wenig Schlaf bekämen. Idealerweise erhalte das Kind deren Nähe, ohne dass diese den Kindern zuviel Aufmerksamkeit zukommen ließen. Kinder könnten sehr schnell lernen, dass es langweilig sei, wach zu sein, wenn man sich mit ihnen nur begrenzt abgebe. Löbner wies darauf hin, dass nicht alle Kinder und Eltern gleich seien und letztlich zu einer guten gemeinsamen Kultur finden müssten, in der es Kindern und Erwachsenen gut gehe.

Grundsätzlich seien Schlafprobleme von Kindern und Erwachsenen gar nicht so unterschiedlich: Die Kleinen schliefen ebenso schlecht, wenn sie innerlich unter Stress ständen oder von Ängsten geplagt würden.

Sie bräuchten dann die Beruhigung durch die Eltern, und zwar durch ein ruhiges Dabeisein. Zum Einschlafen sei Ablenken kein gutes Mittel.

Die Referentin sprach auch an, dass viele Eltern davon ausgingen, dass ihr Kind nachts besser schlafe, wenn es tagsüber möglichst viel wach sei. Doch das Gegenteil sei der Fall. Kinder, die tagsüber genügend ruhten, schliefen nachts besser. Das erhöhte Energielevel und das permanente Unterwegssein seien weder für Erwachsene noch für Kinder gut.

Es braucht laut Löbner für beide genügend Zeiten der Ruhe und des "Chillens". Ein solches Einüben könne man gut im fünften bis siebten Monat beginnen.

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