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Balingen Proben ohne Abstand ist nicht mehr

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Eng an eng haben die Volkstheater-Schauspieler im vergangenen Jahr noch das Stück "Hotel Papa –Vorsicht auf Gleis 3!" einstudiert . Das ist aber schon seit längeren nicht mehr möglich, weshalb das Ensemble auf einen Neustart im Frühjahr hofft. Archiv-Foto: Breisinger Foto: Schwarzwälder Bote

Kein neues Stück muss ausgewählt werden, es finden keine Proben statt, schon gar keine Aufführungen. Der so genannte Lockdown Light hat die Balinger Theaterleute in ihrem Mark getroffen.

Balingen. Für das Balinger Volkstheater war der November in den vergangenen 43 Jahren immer ein besonderer Monat: Das Ensemble feierte die Premiere eines neuen Stücks und ging danach auf Tournee. In diesem Jahr war bereits im März Schluss, weil die geplante Aufführung in der Stadthalle – ein weiterer Höhepunkt der Theatersaison – wegen Corona abgesagt werden musste. Sie soll nun im März 2021 nachgeholt werden; Karten behalten damit ihre Gültigkeit.

"Wenn es möglich ist", sagt Vorsitzender und Ensemble-Mitglied Michael Schwindt und spricht damit die bestehenden Unsicherheiten an. Erhält das Volkstheater aber grünes Licht, wird noch einmal das Stück gezeigt, das es für die Saison 2019/2020 einstudiert hatte: "Hotel Papa – Vorsicht auf Gleis 3!" Denn nach dem März wurde nicht mehr geprobt, weil die Abstände nicht einzuhalten waren. "Wir sitzen in dem Stück immer wieder an einem Tisch oder kuscheln auf dem Sofa", begründet Schwindt die Entscheidung, den Theaterbetrieb ruhen zu lassen.

"Das ist schade und tut weh", hält er weiter fest, denn es sei schon etwas Besonderes, gemeinsam ein Stück einzustudieren, dafür auch die Kulissen herzustellen und die Kostüme zu nähen. Und dann erst die Auftritte. Die werden sehr vermisst, "denn Schauspielen ist eine Sucht", schwärmt der Volkstheater-Vorsitzende.

Daher geht Schwindt davon aus, dass auch die anderen Schauspieler sowie die Techniker und Souffleusen zur Stange halten und sind, wenn wieder Theater gemacht und mit "Herzblut" gespielt werden kann – entsprechend seines Leitspruchs: "Es wird alles wieder gut. Wir machen uns nicht strubbelig."

Auf eine Fortsetzung ihres kulturellen Engagements spätestens im kommenden Jahr hoffen auch die Mitglieder des Balinger Ensembles Theater unter der Laterne. Seit März wird pausiert, aber es soll möglichst bald geklärt werden, wie es weitergeht, erklärt Intendant Christoph Holbein. Es soll auf jeden Fall so schnell wie möglich wieder mit der Probenarbeit begonnen werden. Geplant ist, die Einakter "Auf hoher See" von Slavomir Mrozek und "Schischyphusch oder Der Kellner meines Onkels" von Wolfgang Borchert einzustudieren.

Ziel ist es, bis zum kommenden späten Frühjahr oder Sommer wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu stehen, wobei es nicht nur die im Kräuterkasten in Ebingen, im Bahnhof in Balingen oder in der Kulturscheune in Erlaheim sein müssen, den traditionellen Spielstätten des Theaters. "Die Stücke können auch gut draußen aufgeführt werden", sagt Holbein. Das eine spielt nämlich auf einem Floß, das andere in einem Gartenlokal.

Was die Auflagen betrifft, hält Holbein fest, dass die fünf festen Ensemblemitglieder dahinter stehen. Doch sie sind auch froh, wenn diese wieder aufgehoben werden und das Spielen nicht mehr verhindern. Denn: "Wir sind alle hoch motiviert."

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