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Balingen Perfekte Musik, brillante Sängerin

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Die Musiker von Swinging’ Woods und Sängerin Barbara Bürkle erinnern beim Konzert im Balinger Zollernschloss an die Jazzgröße Nat King Cole. Foto: Baumann Foto: Schwarzwälder Bote

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war Nat King Cole ein Pop-Star. An den Jazzmusiker erinnerten nun im Jazz-Club Balingen die famose Sängerin Barbara Bürkle und "Swingin’ Woods" in ganz und gar eindrücklicher Art und Weise.

Balingen. Nat King Coles Schlager "Mona Lisa" war ein Millionenhit. Als Balladen-Sänger war er in der Western-Komödie "Cat Ballou" neben Jane Fonda und Lee Marvin zu sehen. Im Fernsehen hatte er seine eigene Show. Dafür wurde er von ehemaligen Wegbegleitern heftig kritisiert, die seine Entdeckung als Schlager-Sänger "eine Tragödie für die Musik" bezeichneten.

Denn eigentlich begann Cole seine musikalische Laufbahn als herausragender und stilprägender, singender Jazzpianist. Miles Davis bezeichnete Coles Gesangsphrasierung als unmittelbaren Einfluss auf sein Trompetenspiel. Zudem liegt Coles richtungsweisende Bedeutung in der Gründung des ersten voll integrierten Piano-Trios mit Klavier, Gitarre und Bass.

Bürkle und "Swinging’ Woods" boten im Zollernschloss den sauber und schlüssig durchorganisierten Wechsel von Solo- und Begleitaktivitäten aller drei Instrumente nahezu in Perfektion. Mit "Unforgettable", "Nature Boy", "I Get A Kick Out Of You", "Beautiful Moons Ago", "It’s Only A Papermoon", "Straighten Up And Fly Right", "Embraceable You" reihten sie Songperle um Songperle aneinander. Geradezu kammermusikalisch gerieten die wunderbar lyrischen Balladen "When I Fall In Love", "The Very Thought Of You" und "Smile".

Dieses Songbook und diese Hommage verlangen nicht nach einer souligen, bluesigen Röhre, sondern nach einer Stimme, die "smooth" ist. Nat King Coles Stimme war es, Barbara Bürkles Stimme ist es: Ein klarer und doch warmer Mezzosopran, der sich immer wieder zu cremig swingenden und brillanten Linien aufschwang. Absolut sattelfest und atemberaubend in der Intonation. Und dabei wirkte alles so leicht und elegant swingend. Gerade so, wie die nonchalante Souveränität und absolute Klasse der drei Instrumentalisten: Thilo Wagner am Klavier, Jens Loh am Bass und Lorenzo Petrocca an der Gitarre. Wer mit Art Farmer, Jim Hall, Clark Terry und Ack van Rooyen gespielt hat, gehört definitiv zur ersten Liga des Jazz.

Traurig, dass einer an diesem Abend nicht mehr dabei sein konnte: der kürzlich verstorbene und langjährige Vorsitzender des Jazz-Clubs, Helmut Schmidt-Witte. Sein Enthusiasmus, sein Humor und seine Menschenfreundlichkeit hätten viele Jahre lang den Jazz-Club geprägt. Sein Tod hinterlasse eine große Lücke, hieß es.

Barbara Bürkle widmete ihm dieses Konzert. Er wäre von diesem Abend sicher begeistert gewesen.

 
 

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