In der Vorrunde überraschte die TSG Balingen – am Ball Leander Vochazer – mit einem 2:1-Auswärtssieg bei der "Zweiten" des Bundesligisten SC Freiburg.Foto: Eibner Foto: Schwarzwälder Bote

Nach dem überraschenden Punktgewinn in Stenbach haben die Balinger Fußballer Blut geleckt: Auch Regionalliga-Tabellenführer SC Freiburg II soll in Balingen Federn lassen.

Die TSG Balingen bekommt es am Samstag (14 Uhr, Bizerba-Arena) erneut mit einem Schwergewicht der Regionalliga Südwest zu tun. Denn mit dem SC Freiburg II ist der Tabellenführer zu Gast.

Und wenn den Balingern vor Wochenfrist bereits ein 1:1-Remis beim Tabellenzweiten TSV Steinbach Haiger gelungen ist, weshalb sollte dann im Heimspiel gegen Freiburg nicht auch etwas für sie drin sein?

Zumal die TSG das Vorrundenspiel in Freiburg nach Treffern von Simon Klostermann und Marc Pettenkofer mit 2:1 gewann und dem Nachwuchs des Fußball-Bundesligisten, der das Tableau mit 61 Punkten und fünf Zählern Vorsprung auf seine schärfsten Konkurrenten anführt, die erste von bislang lediglich vier Niederlagen in dieser Saison beibrachte.

"Dass wir in Steinbach einen Punkt geholt haben, war für mich nicht völlig überraschend. Wir haben auch in den Spielen zuvor ordentliche Leistungen gezeigt, ohne dabei die richtigen Ergebnisse zu holen", sagt Balingens Cheftrainer Martin Braun. "Es ist eben, wie es ist. Wir arbeiten weiter daran, uns Stück für Stück zu verbessern", so Braun weiter.

Tatsächlich wartet sein Team seit sieben Spielen auf einen Sieg, der bislang letzte datiert vom 6. Februar – es war ein 2:0-Auswärtserfolg beim VfR Aalen. Mehr als die Unentschieden gegen Drittliga-Absteiger SG Sonnenhof-Großaspach, gegen den FK Pirmasens (0:0) und in Steinbach – dem jüngsten 1:1 – sprangen dabei nicht heraus. Und so rückte die Konkurrenz dem Tabellenzehnten in den vergangenen Wochen etwas enger auf die Pelle.

Die Stärke der Breisgauer liegt in der Offensive. 71 Treffer sind klarer Liga-Bestwert. Dass Marvin Pieringer, der bis dahin mit zwölf Treffern erfolgreichste SC-Goalgetter, im Januar per Leihe zum Zweitligisten Würzburger Kickers wechselte, tat der Offensivstärke keinen Abbruch. Inzwischen hat ihn der Schweizer Nishan Burkart mit 14 Toren in der internen Torjägerliste abgelöst. "Die Mannschaft hat in der Offensive sehr viel Potenzial und schlägt ein hohes Tempo an. Die Spieler sind flink und gut im 1:1. Aber Freiburg hat auch gute Kopfball-Spieler und ist in der Defensive sehr gut organisiert", sagt Braun, der selbst lange Jahre für die Breisgauer in der ersten und zweiten Liga am Ball war. "Neben meinem Heimatklub FC Löffingen ist der SC der Verein, der mich am meisten berührt. Ich freue mich immer darauf, Leute zu treffen, die ich lange kenne und als Fachleute schätze."

Verzichten muss Braun am Samstag auf Luca Kölsch (Kreuzbandriss), Kapitän Matthias Schmitz, Carlos Konz (beide haben sich Eingriffen unterziehen müssen), Tom Schiffel (Adduktoren) und Felix Heim – er ist nach der Roten Karte beim TSV Steinbach Haiger gesperrt. Ein Urteil steht dabei noch aus. Keeper Marcel Binanzer (Schulter) befindet sich im Aufbautraining.

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