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Balingen Parkhaus über den Schienen möglich – aber wohl zu teuer

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Zwei Parkhäuser über den Gleisen – eines nahe dem CityCenter (links), das andere parallel zum Lindle (rechts): Das ist die Idee gewesen von Karlheinz Baumeister. Sie hat aber wenig Chancen. Foto: Baumeister/Karte: Google Earth 2016 GeoBasis/DE/BKG Foto: Schwarzwälder Bote

Balingen (mai). Seine Idee von Parkdecks über den Bahngleisen hat der Ostdorfer Ingenieur Karlheinz Baumeister vor zweieinhalb Jahren im Balinger Gemeinderat vorgestellt – mittlerweile liegt die Einschätzung der Bahn zu dem Vorhaben vor. Grundsätzlich sei es möglich und das Unternehmen sei auch bereit, eine solche Anlage zuzulassen. Die Auflagen sowie die Komplexität und in der Folge die Kosten machen das Vorhaben allerdings wenig wahrscheinlich, erklärt Baudezernent Michael Wagner im Gespräch mit unserer Zeitung.

Baumeisters Planungen sehen vor, mit einem oder zwei Parkdecks über den Gleisen beim Bahnhof und dem City-Center bis zu 600 zusätzliche Autostellplätze in der Balinger Innenstadt zu schafffen. "Der Platz ist ja da und müsste nicht eigens gekauft werden", sagte Baumeister im März 2017. Er zeigte sich damals überzeugt davon, dass die zentrumsnahen Parkdecks nicht noch mehr Autos anlocken würden, sondern möglicherweise sogar Verkehr vermeiden helfen könnten. Dass Gleise überbaut werden, sei andernorts bereits Realität, so Baumeister. Auch eine mögliche Elektrifizierung der Strecke zwischen Tübingen und Albstadt wäre kein Problem, versicherte er: Seine Konstruktion sei ebenso hoch wie die bestehende Brücke zur Straße Am Spitaltörle – und die wiederum ist so hoch gebaut, dass Stromleitungen für die Züge errichtet werden könnten.

Nicht der Abstand zur Brücke, allerdings jener zu den Bahngleisen stellt nach Darstellung der Bahn sehr wohl ein Problem beziehungsweise eine bautechnischer Herausforderung dar: Die Stützen für die Parkdecks müssen von den Gleisen mindestens drei Meter entfernt sein. Im Bereich der Schellenbergbrücke weisen die drei Gleisachsen allerdings einen Abstand von fünf Metern voneinander auf, sodass der Bau eines Parkdecks über den Schienen nicht mit einer Integration der Stützen im Gleisbett und damit nur mit einer Spannweite von rund 15,5 Metern möglich wäre. Anders sieht es etwas südlich aus, wo der Gleiskörper nur noch zweistrangig verläuft – dort wären Stützen im Gleisbett laut Bahn möglich.

Über die Antwort der Bahn hat Baudezernent Wagner zusammen mit Tiefbauamtsleiter Markus Streich zwischenzeitlich ein Gespräch mit Karlheinz Baumeister geführt. Dabei, so Wagner, habe er auf die aufgrund der von der Bahn geforderten Ausführung auf die wohl sehr hohen Kosten für das Vorhaben hingewiesen: Ein Parkdeck über den Schienen sei zwar möglich, sei aber zugleich deutlich teurer als ein "normales" Parkhaus. Die Stadt Balingen habe dafür aus seiner Sicht mindestens im nächsten Jahrzehnt – auch angesichts der kommenden Ausgaben für die Gartenschau – kein Geld zur Verfügung.

Abgesehen von den Kosten plane die Stadtverwaltung derzeit auch nicht den Bau eines neuen Parkhauses. Das nächste für diesen zweck vorgesehene Gebäude erstellt die Sparkasse Zollernalb anstellen des derzeitigen Parkhauses an der Alten Hechinger Straße; das Bestandsparkhaus soll, wie berichtet, abgerissen, ein neues, größeres bis zum Gartenschaujahr 2023 fertig sein. Eine Ebene davon wird nach Darstellung von Wagner die Stadt anmieten, dort entstehen also auch wieder öffentliche Stellplätze.

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