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Balingen OP-Schablone aus dem 3D-Drucker

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Zeigen die 3D-Nylon-Schnittmuster für Knie-Operationen: Oberarzt Ralf Hage (links) und Chefarzt Christian Friz. Foto: Ungureanu

Balingen - Diagnose: Arthrose. Das Ziel: rasche Wiederherstellung der Mobilität. Ralf Hage, neuer leitender Oberarzt in Balingen, bietet ein neu entwickeltes Verfahren für Knie-Endoprothetik an. Anhand einer Computertomografie wird eine 3D-Schablone angefertigt als "Schnittmuster" für die Operation.

Er wolle die innovative Methode am Zollernalb-Klinikum etablieren, betont Hage. "Es ist ein Feld, wo ich etwas bewegen, etwas Neues einbringen kann."

Der Vorteil dieser Methode: Anhand des patientenspezifischen Schnittblocks aus dem 3D-Drucker könne das Implantat individuell angepasst werden. Wichtig sei unter anderem der Winkel, in dem der kranke Knochen geschnitten werden müsse: "Mit der Nylon-Schablone weiß man gleich, wie die Säge angesetzt werden muss." Ein passgenaues Implantat und ermögliche eine rasche Wiederherstellung.

Herkömmliche Prothesen würden – anders als ein natürliches Knie – seitliche Bewegungen nicht zulassen. Die neue Methode ermögliche "natürliche Bewegungen", damit die Bänder nicht zusätzlich belastet würden. Um die rasche Wiederherstellung der Mobilität gehe es auch bei der minimalinvasiven AMIS-Technik zur "sanften Hüftendoprothetik": "Laufen kann der Patient bereits am nächsten Tag", betont Chefarzt Christian Friz. In Balingen werde jetzt "alles rund ums Knie" angeboten – "auf maximalem Niveau". Darunter auch Achskorrekturen bei X- oder O-Beinen, Bandstabilisierung bis hin zu Teil-, Spezial- und Vollprothesen.

Am Schwarzwald-Baar-Klinikum in Donaueschingen hat Ralf Hage das neue Verfahren eingeführt. "Das hatte bis dahin noch niemand gemacht, wir waren Vorreiter", sagt der routinierte Chirurg, der jährlich rund 200 Knie- und ebenso viele Hüftoperationen macht und daneben Facharzt für Unfallchirurgie, Chirotherapie und Notfallmedizin ist und sich nebenbei auf arthroskopische Operationen am Kniegelenk spezialisiert hat. Auch Letzteres, wie Chefarzt Friz bemerkt, eine Seltenheit in der Region.

Klinik-Geschäftsführer Gerhard Hinger sieht es als Zusatzangebot und spricht von einem "Alleinstellungsmerkmal" des Zollernalb-Klinikums. Insgesamt hebe man sich im Bereich der Knie- und Hüftimplantation von dem ab, was in den umliegenden Kliniken angeboten wird. "Was hier vor Ort geleistet wird, ist auf höchstem Niveau, von der Planung über die OP bis hin zur Nachsorge."

Das Haus sei für das neue Angebot bestens ausgerüstet, betont der Ärztliche Direktor Michael Bitzer: "Auch den Kernspin-Tomografen haben wir direkt im Haus." Die Erfolge sieht Ralf Hage als Bestätigung: "Die Patienten haben bei der neuen Methode weniger Fremdgefühl und weniger Schmerzen", sagt er. Drei Patienten habe er in Balingen bereits nach der neuen Methode operiert.

Wie und ob operiert wird, entscheide allerdings der Patient: In der Sprechstunde würden nur die Möglichkeiten aufgezeigt, die Methoden und Risiken erklärt und Empfehlungen ausgesprochen, betont Chefarzt Christian Friz. Die Patienten seien – so seine Erfahrung – meistens schon vorab aus dem Internet bestens informiert. Übrigens: Das Endoprothetik-Zentrum des Zollernalb-Klinikums werde zweimal im Jahr von zwei unabhängigen Stellen kontrolliert – und für gut befunden: "Wir sind im deutschlandweiten Vergleich im oberen Drittel."

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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