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Balingen ÖPNV bleibt ein dynamischer Prozess

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Hygienevorschriften eingehalten: Verkehrsamtsleiter Hardy Losekamm (links) und Landrat Günther-Martin Pauli trennt während des Online-Bürgerdialogs eine Plexiglas-Scheibe.Foto: Landratsamt Foto: Schwarzwälder Bote

Die Nahverkehrsplanung für den Zollernalbkreis geht weiter. Und die Zol­lernälbler sollen ein Wörtchen mitreden. Beim nunmehr 12. Bürger-Onlinedialog des Landrats haben sich Günther-Martin Pauli und Verkehrsamtsleiter Hardy Losekamm Fragen und Anregungen der Bürger gestellt.

Zollernalbkreis. Pauli erinnerte an die Bürgerdialogsveranstaltungen in den Städten und Gemeinden, die coronabedingt abgesagt werden mussten. "Aber im Hintergrund haben wir weitergearbeitet", sagte er. "Aber wir wollen nicht nur gestalten, wir suchen auch den Dialog und hoffen auf Verbesserungsvorschläge."

Der Busverkehr werde nach neuem Konzept ausgerichtet – mit Ausnahme des östlichen Teils den Landkreises mit Straßberg und Burladingen: "Dort haben wir noch langfristige Verträge mit den Betreibern." Vorneweg die Einschränkung: Man könne nicht alle Wünsche erfüllen, im ländlichen Raum sei der ÖPNV eine schwierige und teure Angelegenheit. Immerhin ein Lichtblick: Das Land habe die Zuschüsse von 2,6 auf jetzt 3,7 Millionen Euro aufgestockt.

Aus dem Zollernalbkreis mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Tuttlingen zur Arbeit zu gelangen sei nahezu unmöglich, monierte ein Gesprächsteilnehmer. Stimmt, bestätigte Verkehrsamtsleiter Losekamm. Es habe eine solche kreisüberschreitende Verbindung gegeben, aber "die Verbindung nach Tuttlingen war schwach nachgefragt." Es werde aber versucht, ein akzeptables Angebot zu finden.

Man befinde sich im Dialog mit den Nachbarlandkreisen, fügte Landrat Pauli hinzu. Er erinnerte an die Regionalbusverbindung nach Rottweil, die der Zollernalbkreis zwar befürwortet hatte, die aber in Rottweil keine Mehrheit fand.

Pauli erinnerte auch an den vom Landkreis erarbeiteten Haltestellenkataster: 778 Haltepunkte seien untersucht worden, nur drei davon seien vollständig barrierefrei gewesen, 26 weitere eingeschränkt barrierefrei. Derzeit werde daran gearbeitet, sämtliche Haltestellen barrierefrei zu gestalten. Beim Hechinger Fürstengarten werde eine Musterhaltestelle gebaut.

Stichwort Haltestellen: Da gebe es unschöne Situationen, es werde randaliert und zerstört, schrieb ein Nutzer. Stimmt, pflichtete der Landrat bei. Da sei jeder Einzelne gefragt, Zivilcourage zu zeigen. "Der Steuerzahler trägt die Kosten." Steuergelder könnten sinnvoller genutzt werden und nicht, um zu reparieren, was mutwillig zerstört worden sei.

Stichwort Vernetzung von Bus und Bahn: Großes Thema seien der "Dauerbrenner" Ausbau und Elektrifizierung der Zollernalbbahn, und die Reaktivierung stillgelegter Strecken. Genauer: die Strecken Hechingen-Haigerloch, Balingen-Schömberg sowie Talgangbahn. Dafür könne es, so Losekamm, sofern sie gewisse Kriterien erfüllen, auch Geld vom Land geben.

Ob auch das Radwegenetz bei der Nahverkehrsplanung berücksichtigt werde, erkundigte sich ein Nutzer. Sei es, bestätigte der Landrat und erinnerte an die Verbindung Oberdigisheim – Obernheim, die kürzlich gebaut worden sei. Auch er selbst sei neuerdings mit dem E-Bike zur Arbeit unterwegs, verriet der Landrat. Sein Wunsch: dass die Geschäfte Abstell- und möglichst auch Ladestellen schaffen. Auch beim Thema Radwege seien die Bürger gefragt, auf Lücken und Mängel hinzuweisen – auf Wunsch auch per E-Mail ans Verkehrsamt.

Zwischen 25 und 35 Nutzer verfolgten den Online-Dialog auf der Facebook-Seite des Landrats. Ein Beweis, dass das Thema interessiert. Er sei zuversichtlich, dass Anfang bis Mitte 2021 ein gutes Konzept angeboten werden könne, sagte Hardy Losekamm.

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