Mössinger Netzwerk arbeitet an Projekt, das Grüngut zu nutzen

Mössingen (lh). Eine Streuobstwiese und ein Garten können nicht nur schmackhafte Äpfel und Birnen liefern, sondern auch als Energiequelle dienen. In der Blumenstadt Mössingen (Kreis Tübingen) arbeitet das Netzwerk Streuobst mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg an einem Projekt zur energetischen Nutzung der Landschaft, gefördert von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg.

Viele Besitzer von Gärten und Streuobstwiesen kennen das Problem: Mit dem Schnittgut bei der Pflege der Bäume und Sträucher können sie wenig anfangen; das Grüngut gilt eher als Abfall. Wie ökologisch wertvolle Landschaften energetisch nutzbar sind, untersucht zum Beispiel der BUND Ravensburg. Der Kreis Steinfurt arbeitet an einem "Heckenmanagement", und auf der Schwäbischen Alb wird Wiesenschnittgut zu Heizpellets gepresst.

Alle diese Ansätze bündelt das Mössinger Projekt: So soll unter dem Slogan "Energiebündel" Obstbaum-Schnittgut als Anzündholz verkauft werden, und eine besonders energiereiche Mössinger Blumenmischung soll unter dem Namen "Flowerpower" auf den Markt gebracht werden. Ziel ist nach Angaben des Netzwerks eine komplette Wertstoffkette der Biomasse. Dabei wird auf Mithilfe der Bevölkerung gehofft.

Das Netzwerk bemüht sich um Förderung mit Regio-WIN-Mitteln. Das ist ein landesweiter Wettbewerb um EU-Fördertöpfe, um den sich die Landkreise Tübingen, Zollernalb und Reutlingen bewerben.

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