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Balingen Nicht jeder ist für Abriss der Eyach-Brücke

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Wenn die Brücke in der Blumentalstraße schon abgerissen wird, sollten wenigstens die Wangen gerettet werden. Das ist jedenfalls der Wunsch von Ingrid Helber. Foto: Hauser

Balingen-Frommern - Es ist beschlossene Sache, die denkmalgeschützte Eyach-Brücke in der Frommerner Blumentalstraße abzureißen und durch eine neue zu ersetzen. Dennoch ist dieses Vorhaben in der vergangenen Sitzung des Frommerner Ortschaftsrat nochmals zur Sprache gekommen, auch deshalb, weil ein Anwohner sich mit dieser Entwicklung nicht abfinden will.

Ortsvorsteher Stephan Reuß erinnerte daran, dass der Abriss-Beschluss bereits im vergangenen Jahr getroffen worden sei. Es habe aber Verzögerungen gegeben, weil sich das Denkmalamt in den vergangenen Monaten mit der Maßnahme befasst habe. Dieses habe inzwischen dem Abriss zugestimmt, zudem liege auch der Förderungsbescheid vor.

Reuß wies auch darauf hin, dass Gutachter große Schäden an der Brücke festgestellt hätten und zu dem Schluss gekommen seien, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich sei. "Es ist schade, dass das Bauwerk nicht gehalten werden konnte. Aber ein Neubau ist notwendig", so das Fazit des Ortsvorstehers.

Appell an die Ortschaftsräte

Das sieht Helmut Gastel, der in der Blumentalstraße wohnt, ganz anders. Er nutzte die Bürgerfragestunde, um noch einmal an die Ortschaftsräte zu appellieren, den Abriss zu stoppen. Er fragte, ob es gut sei, historisches Gut kaputt zu machen und dadurch die Leistungen der Vorfahren verschwinden zu lassen. Müsse alles abgerissen und neu gemacht werden? Seiner Ansicht nach sei eine Sanierung "relativ einfach", weil die Brücke vor rund 40 Jahren grundlegend saniert worden sei, "die Stahlkonstruktion hält".

Helmut Gastel bat die Ortschaftsräte, die Brücke doch zu erhalten. Er bot sich als Pate für das Bauwerk an, "weil sie mir ans Herz gewachsen ist", und stellte in Aussicht, selbst etwas draufzulegen, sollten die Kosten für eine Sanierung nicht viel höher sein als für den Abriss und Neubau.

Ingrid Helber (FDP), die sich ebenfalls für den Erhalt der Brücke eingesetzt hatte, regte an, wenigstens die Wangen zu retten und an einem anderen Standort aufzustellen. Ihr schwebe der Platz beim Hochwasserdenkmal vis-à-vis der Brücke vor.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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