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Balingen Neubeginn ohne Vernissage

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Das bunten Glasfenster für die evangelische "Kirche zu den zwölf Aposteln in Hinterzarten" schuf Helmuth Uhrig um 1963. Foto: Helber Foto: Schwarzwälder Bote

Balingen/Sulz-Kirchberg. Die Kunstsammlung Helmuth Uhrig im Kloster Kirchberg ist seit dem Pfingstwochenende wieder geöffnet. Vor 20 Jahren wurde diese eröffnet, doch die Jubiläumsausstellung 2020 musste ohne Vernissage beginnen: Das Corona-Virus hat der Kuratorin Ingrid Helber und dem Arbeitskreis Helmuth Uhrig einen Strich durch die Planungen des Jubiläumsjahrs gemacht.

Die neu aufgebaute Ausstellung zum Thema "Missionsbefehl an die Jünger" ist seit Sonntag zu sehen. Zwar gab es aus Gründen der Hygiene keine Vernissage, trotzdem freuten sich alle, dass es wieder losgeht.

Im Frühjahr 2000 hat der Berneuchener Verein die Historikerin Helber mit dem Aufbau und der Leitung der Kunstsammlung Helmuth Uhrig beauftragt. Der Balinger Adolf Klek hatte die Verbindung hergestellt.

Seit 20 Jahren sind die Kuratorin und der Pädagoge ehrenamtlich in der Sammlung tätig. In dieser Zeit wurde von Helber und dem Arbeitskreis fast jährlich eine neue thematische Ausstellung präsentiert.

Bei der Neuorganisation der Archivschränke bemerkte man, dass die "Kirche zu den zwölf Aposteln in Hinterzarten" nicht nur optisch, sondern auch thematisch einiges zu bieten hat: In der quer ausgerichteten Kirche gibt es vier große Glasfenster mit zusammen 112 Motiven. Je ein Fenster ist den Aposteln Petrus, Paulus und Johannes gewidmet. Als Quelle diente nicht nur die Bibel, sondern auch der mittelalterliche Bestseller "Legenda Aurea", eine Art Heiligenlexikon.

Das theologische Programm entwickelten um 1963 der Theologe Jörg Erb, der Pfarrer Herbert Fischer und Helmuth Uhrig. Zur Aussendung der Jünger hängt in der Kunstsammlung auch ein großformatiger Entwurf für eine Emporenbrüstung mit grau-weißen Figuren auf dem blauen Hintergrund des Himmels. Die Ergänzung bilden schwarz-weiße Zeichnungen für die Lukaskirche in Köln-Porz. Das Thema Pfingsten mit der Ausgießung des Heiligen Geistes und der Erinnerung an die Gründung der christlichen Kirche passt zur Wiedereröffnung nach der Pandemie.

Helmuth Uhrig hat auch in Balingen Werke geschaffen, etwa die Glasfenster im Schulhaus und das Gefallenengedenkzeichen an der Kirche in Weilstetten. Die Glockenzieren der sechs Glocken in der Stadtkirche aus den 1950er-Jahren schuf Uhrig auch.

 Die Urig-Ausstellung ist jeden ersten und dritten Sonntag im Monat jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen auch online unter der Adresse www.klosterkirchberg.de

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