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Balingen Nächster wichtiger Schritt für Gartenschau

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Entlang von Eyach und Steinach: An vielen Stellen sind Vorhaben im Zusammenhang mit der Balinger Gartenschau geplant. Das dafür notwendige Planfeststellungsverfahren ist nun angelaufen. Foto: Stadtverwaltung

Balingen - Nächster Meilenstein für das Balinger Großprojekt: Für die sogenannte Landschaftsachse Süd/Kulturachse der Gartenschau ist nun das Planfeststellungsverfahren angelaufen. Dabei handelt es sich um zahlreiche Vorhaben im zentralen Innenstadtbereich entlang der Eyach sowie entlang der Steinach auf einer Fläche von rund 5,8 Hektar.

Mit Blick auf die Balinger Gartenschau im Jahr 2023 ist es das zweite Planfeststellungsverfahren. Dasjenige für den nördlichen Bereich – von den Eyach-Auen bis hinaus zur Stadtmühle – ist bereits angelaufen und befindet sich kurz vor dem Abschluss. Das Landratsamt als Prüfbehörde hat dabei schon erkennen lassen, dass es wohl bald schon einen Knopf daran macht.

Lesen Sie mehr zur Landesgartenschau 2023 in Balingen auf unserer Themenseite

Für die Planungen im südlichen Bereich rechnet die Balinger Stadtverwaltung nach Angaben von Sabine Stengel, Leiterin des Stadtplanungsamts, mit einer Entscheidung in vier bis fünf Monaten. Beide Planfeststellungsbeschlüsse vorausgesetzt, können die in den jeweiligen Bereichen ins Auge gefassten Vorhaben dann konkret angegangen werden.

Ufer werden aufgeweitet

So sollen im Bereich der Steinach am Wasserfall nahe der Kneipe Südbahnhof die teilweise nicht mehr standfesten Ufermauern entfernt und, soweit möglich, durch natürliche Böschungen ersetzt werden. Der Uferquerschnitt oberhalb des Niedrigwasserprofils soll verbreitert, und die Ufer sollen abgeflacht werden. Durch Wegfall der Ufermauern soll der bestehende Steg verlängert werden. Offene Teilbereiche, die nicht von Bestandsgehölzen beschattet werden, sollen durch die Wiesenböschungen mit gewässerbegleitenden Hochstaudenfluren aufgewertet werden. An der östlichen Uferseite soll die Verrohrung der vorhandenen Grabeneinmündung geöffnet und die darüber liegende Fußwegverbindung durch einen Steg ersetzt werden. Gegenüber von dem bestehenden Wasserfall soll östlich eine Uferaufweitung erfolgen. Vom Straßenraum aus kann man künftig über Stufen zu einem Terrassenplatz gelangen.

Im weiteren Verlauf der Steinach in Richtung Innenstadt ist geplant, im Niedrigwasserbereich nahe des Jugendhauses eine Steinpackung aus Wasserbausteinen vorzulagern, um ein strukturreiches Ufer herzustellen. Auf der anderen Uferseite soll die Ufermauer zurückgebaut und das Ufer naturnäher gestaltet werden. Die Bestandsbäume sollen weit möglichst erhalten und ansonsten durch standortgerechte Bäume ersetzt werden.

Im Bereich des ehemaligen Rappenturms soll das Ufer abgeflacht und die Vegetation mit passenden Uferstauden aufgewertet werden. Eine Rasenterrasse ermöglicht den Zugang zum Gewässer. Flussaufwärts soll die steile Bestandsbetonmauer durch eine Natursteintrockenmauer ersetzt werden. Der Steg wird dadurch länger und soll ebenfalls ersetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist derjenige entlang der Eyach ab dem Zollernschloss: Von dort beginnend soll auf der Seite des Freibadparkplatzes ein neuer Fuß- und Radweg die Verbindung zum Radweg entlang der Bundesstraße 27 und des Bizerbageländes bis zum Vorplatz des geplanten Stadtarchivs ermöglichen. Im Bereich des auf dem Freibadparkplatz geplanten Stadtarchivs ist vorgesehen, das Uferprofil der Eyach aufzuweiten und die Ufer abzuflachen; gleichzeitig soll die Zugänglichkeit zum Gewässer erhöht werden. Über einen Pfad unter der neuen Brücke hindurch, für die der Gemeinderat im März grünes Licht gegeben hatte, gelangt man zu den geplanten Wassergärten, die man von einem gewässerbegleitenden, knapp über der Niedrigwasserlinie liegenden Steg aus erleben kann. Dafür werden die Ufer abgeflacht und der Uferquerschnitt vergrößert. Über den neuen Uferweg gelangt man dann gegenüber von Klein-Venedig von diesen Wassergärten bis zum Strasser-Areal; dort sind entlang der Eyach Terrassierungen vorgesehen.

Pläne liegen aus

Aufwertungen sind zudem im Bereich Stadtgarten vorgesehen. Dort soll ein direkter Zugang zur Eyach entstehen. Eyach­abwärts sind zudem gegenüber dem Friedhof Sitzstufen aus Naturstein und Wiesenterrassen geplant.

 Die detaillierten Planungen sowie die dazu gehörigen Unterlagen können von Montag nächster Woche, 20. April, bis Freitag, 22. Mai, im Balinger Bauamt (Neue Straße 31) eingesehen werden. Wegen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise wird um Anmeldung gebeten (Telefon 07433/17 01 44); die Unterlagen sind zudem auf der Internetseite der Stadt Balingen (Rubrik Bauen und Wohnen, Öffentlichkeitsbeteiligung) einsehbar. Bis einschließlich Freitag, 5. Juni, kann jedermann, dessen Belange durch das Vorhaben berührt sind, seine Einwendungen entweder bei der Stadtverwaltung oder beim Landratsamt des Zollernalbkreises als zuständiger Planfeststellungsbehörde geltend machen.

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