Foto: Maier

Polizei und Kripo ermitteln weiter in alle Richungen. Drohanruf bei Bizerba kann nicht zurückverfolgt werden.

Balingen - Nach der Bombendrohung bei Bizerba in Balingen Anfang September ermittelt die Polizei weiter in alle Richtungen. Bislang hat sich laut laut Thomas Kalmbach vom Polizeipräsidium Tuttlingen allerdings nichts Neues ergeben.

Am 2. September gegen 12.25 Uhr hatte eine weibliche Stimme bei der Konzernzentrale in Balingen telefonisch angekündigt, dass "in den nächsten 40 Minuten" Bomben gezündet würden. Daraufhin waren sämtliche drei Balinger Bizerba-Standorte sowie das Werk in Meßkirch evakuiert worden. Hunderte von Mitarbeitern mussten für Stunden ihre Arbeitsplätze verlassen und mehrere Straßen wurden gesperrt, was rund um Balingen für ein Verkehrschaos sorgte.

26 Polizisten aus der Umgebung waren bei dem Einsatz vor Ort. Hinzu kamen Sprengstoffhunde, laut Kalmbach unter anderem aus Pfullingen und Reutlingen.

Über den Anrufer beziehungsweise die Anruferin ist bislang nichts bekannt. "Wenn du Nummer zurückverfolgbar gewesen wäre, hätte uns das erheblich weitergebracht", so Calmbach. Und er versichert weiter: "Polizei und Kripo sind an dem Fall dran und hoffen, bald Neues berichten zu können."

Auch im Regionalfernsehen war über die Bombendrohung berichtet worden:

Neben der Polizei war an diesem Tag auch die Feuerwehr der Stadt Balingen im Großeinsatz. Diese ist bei einer Bombendrohung, wie es bei Bizerba war, lediglich für die Brandsicherheitswache zuständig. "Alarmiert werden wir erst, wenn dies von der Polizei für erforderlich gehalten wird", informiert Michael Weitzl von der Feuerwehr. Weitere Tätigkeiten werden erst gemacht, wenn dies die Ortspolizeibehörde (Gemeinde) anordnet.

Doch was passiert wenn zeitgleich ein weiterer Einsatz ist? Weitzl dazu: "Sofern anderweitige Einsätze während eines Bombenalarmes hinzukommen, obliegt es zunächst dem Kommandant die Einsatzkräfte so zu steuern, dass die weiteren Einsätze jederzeit gefahren werden können. Dies erfolgt durch Hinzuziehung weiterer Einsatzkräfte aus den Abteilungen der Ortsteile oder durch Hinzuziehung weiterer Feuerwehrkräfte im Wege der Überlandhilfe."

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