Vermessungstechniker des Landratsamts zeigen den Neuntklässlern ihre Methodik. Foto: Schneider Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Landvermesser besuchen Klasse 9b des Balinger Gymnasiums

Balingen. Im Rahmen der "Woche der Geodäsie" hat sich Mathelehrerin Susanne Schneider mit der Klasse 9b um einen Besuch der Geodäten des Landratsamts beworben. Die Vermessungstechniker vom Amt für Vermessung und Flurneuordnung kamen tatsächlich zum Ende des Schuljahrs ans Gymnasium und ermöglichten den Schülern die praktische Anwendung ihrer Mathematikthemen, darunter Pythagoras’ trigonometrische Beziehungen.

Zunächst wurden die gespannten Neuntklässler mit ausführlichen theoretischen Informationen versorgt. Danach ging es an die verschiedenen Stationen im Freien, die das Team der Geodäten aufgebaut hatte. Bei den praktischen Übungen konnten alle Schüler selbst aktiv werden, zum Beispiel bei der Verwendung von Tachymeter oder Kreuzscheibe. Wer wollte, konnte die GPS-Daten seines Handys mit den Referenzwerten der Vermessungsgeräte vergleichen.

Zum Abschluss wurde den Gymnasiasten demonstriert, wie alte Messpunkte aufgespürt werden. Dabei wurde sogar festgestellt, dass einer dieser Messpunkte unter der Tartanband des Schulzentrums "begraben" worden ist.

Zusätzlich erhielten die jungen Nachwuchs-Geodäten eine umfangreiche Mappe, die Informationen zum Berufsbild eines Landvermessers und zum Geoportal-ZAK beinhaltete. Sicher sei vielen bewusst geworden, wie komplex sehr genaue Vermessung ist, fasste Mathelehrerin Susanne Schneider zusammen. "Auf der Grundlage von Mathematik mit Unterstützung modernster Messtechnik kann zentimetergenau vermessen werden", sagte sie am Schluss.

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