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Balingen Leibfritz-Abriss wird eng und kompliziert

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Die Zäune stehen schon in der Balinger Fußgängerzone unweit der Stadtkirche: Die Gebäude 42 und 44 an der Friedrichstraße, wo bislang das Modehaus Leibfritz zuhause war, werden demnächst abgerissen. Foto: Maier

Balingen - Mitten in der Balinger Innenstadt beginnt in diesen Tagen ein weiteres großes Bauvorhaben: Die Gebäude 42 und 44, in denen bislang das Modehaus Leibfritz zuhause war, werden zugunsten eines Neubaus abgebrochen. Der Abriss könnte sich als komplizierte Angelegenheit erweisen.

Das bisherige Modehaus Leibfritz ist nach einem langen Ausverkauf seit Ende Februar geschlossen. Nach vielen Jahren endete damit die Geschichte der beiden Gebäude: 1934 hatte Gottfried Leibfritz das Haus mit der Nummer 42 übernommen, später kam die Hausnummer 44 dazu. Friedrich Fischer hatte an derselben Stelle bereits 1872 ein Geschäft eröffnet. Die Historie reicht indes noch weiter zurück – bis kurz nach dem Stadtbrand 1809: Aus dem Jahr 1912 stammen Teile des Gebäudefundaments. Und genau das könnte gewisse Probleme beim Abriss bereiten.

Federführend wird dieser, ebenso wie der anschließende Neubau, von der Haus Leibfritz GbR getätigt, zu der sich die Leibfritz-Inhaberfamilie Mössmer und die Balinger Wohnbau zusammengetan haben. Wohnbau-Chef Walter Zanker erwartet einen komplizierten Abbruch: Zum einen, weil die Gebäude, die fallen sollen, wie überall in der Innenstadt eng neben den Nachbarhäusern stehen.

Während zu dem Gebäude in Richtung Stadtkirche, in dem das Madison untergebracht ist, zumindest eine kleine Gasse Abstand besteht, grenzt es an das andere Nachbarhaus mit der Nummer 40, in dem im Erdgeschoss die Kleiderreinigungsfirma zuhause ist, praktisch direkt an. Und zum anderen besteht die Ungewissheit, was sich im Untergrund verbirgt, die zweite Herausforderung; die Frage ist insbesondere, inwieweit die Fundamente der Nachbarhäuser durch den Abriss möglicherweise beeinträchtigt werden. "Hoffentlich gibt es keine bösen Überraschungen", sagt Zanker.

Der Abriss der Gebäude soll laut Zanker in den nächsten Tagen beginnen; bis die Bagger sich in die Erde graben, dauert es laut Zanker etwa vier Wochen. Das künftige Baustellenareal, das sich rund um das Gebäude über einen großen Teil der Fußgängerzone samt dem dort verlaufenden Stadtbach erstreckt, ist bereits eingezäunt – und wird es für die nächste Zeit auch bleiben. Bagger und Kran brauchen eben Platz.

Der Bau des neuen "Haus Leibfritz" an derselben Stelle soll, so die Planung, im ersten Halbjahr 2018 fertiggestellt sein. Im Erdgeschoss entstehen zwei Ladeneinheiten mit 70 und 130 Quadratmetern Fläche; in den Obergeschossen und im Dachgeschoss sind Wohnungen vorgesehen. Die Wohn- und Nutzfläche beträgt insgesamt mehr als 1000 Quadratmeter. Die Gesamtkosten beziffert Walter Zanker auf 2,5 bis drei Millionen Euro.

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