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Balingen Landkreis will junge Mediziner mit Stipendien anlocken

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Ärzte fehlen. Dem soll jetzt gegengesteuert werden. Foto: Rumpenhorst Foto: Schwarzwälder Bote

Zollernalbkreis (mak). Der Zollernalbkreis wird vom Sommersemester 2020 an Stipendien an Medizinstudenten vergeben – das hat der Kreistagsausschuss für Schule, Kultur und Soziales am Montagabend beschlossen. Die jungen Leute erhalten zwischen Physikum und Praktischem Jahr 500 Euro pro Monat; dafür verpflichten sie sich, die Weiterbildung zum Facharzt im Zollernalbkreis zu absolvieren oder ihren Beruf im Kreis auszuüben. Während des Studiums müssen sie Leistungsnachweise vorlegen, damit man im Balinger Landratsamt sicher sein kann, dass das investierte Geld nicht verjubelt wird. Der Medizinermangel im Landkreis soll damit ein Stück weit gelindert werden.

Für diese Förderung stehen insgesamt 144 000 Euro zur Verfügung; im Lauf von zehn Jahren sollen insgesamt sechs Studierende Zuwendungen bekommen. Für 2020 ist die Förderung eines Studenten vorgesehen. Mit den Jahren steigt die Zahl auf maximal fünf im Jahr 2025 an – und mit ihr der Förderaufwand: 2024 und 2025 ist er mit jeweils 24 000 Euro am höchsten. 2029 läuft die Förderung aus; danach soll geprüft werden, ob sich die Investition gelohnt hat und eine Fortsetzung gerechtfertigt erscheint.

Wer gefördert wird, entscheidet ein Jury. Bewerber, die dem Zollernalbkreis auf besondere Weise verbunden sind, werden bevorzugt. Wer sich nach Ende des Studiums nicht an die Absprache hält, im Zollernalbkreis als Arzt zu wirken, muss sein Stipendium zurückzahlen. Für die Änderung der Studienrichtung bedarf es einer Rücksprache mit dem Landratsamt; Studentinnen, die schwanger werden, können das Studium für maximal drei Monate unterbrechen, ohne die Förderung zu verlieren. Letzteres gefiel SPD-Kreisrätin Angela Godawa gar nicht; sie fand die Begründung von Landrat Pauli, andernorts werde es auch so gehandhabt, und das Stipendium sei keine "Vollkasko"-Leistung, nicht sonderlich schlüssig, und enthielt sich. Alle anderen Kreisräte stimmten zu.

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