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Balingen "Körpersprache sagt oft mehr als tausend Worte"

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Die Faszination der Körpersprache ist Thema von Beate Weingardt. Foto: Thiercy Foto: Schwarzwälder Bote

Balingen. Die Körpersprache ist Thema gewesen beim Vortragsabend des Lionsclubs Hilaritas Balingen. Zu Gast war Beate Weingardt.

"Wenn Sie mit Ihrem Körper nichts mehr ausdrücken, sind Sie tot", sagte die Tübinger Psychologin, Theologin und Autorin zahlreicher Bücher zum Thema Körpersprache in Balingen. Wut und Trauer, Angst und Ekel, Freude und Überraschung würden überall auf der Welt gleich verstanden. Der Körper sage oft mehr als tausend Worte, Gesten hingegen seien oft erlernt. Was hierzulande ein freundliches Winken sei, könne in anderen Ländern eine üble Beleidigung sein. Manchmal gebe es sogar Gesten, die nur in einer einzigen Familie verstanden würden, erklärte Weingardt..

"Wir Deutschen sind mit unserer Körpersprache ja eher zurückhaltend, was sehr schade ist", so die Psychologin. Babys entschlüsselten die Körpersprache, weil sie kein Wort verstünden. Der Mund drücke Fakten aus, der Körper Gefühle: "Wir konzentrieren uns auf das Gesagte, die Körpersprache nehmen wir unbewusst wahr."

Geglaubt werde übrigens eher dem Körper, so Weingardt. Sage einer, dass es ihm richtig, richtig gut gehe, schaue dabei aber mit hängenden Schultern zu Boden, werde jedem klar, dass da was nicht stimme.

"Geübte Lügner schauen einem direkt und lange in die Augen, die gucken nicht weg", erklärte die Referentin. Einer, der sich trotzdem verraten habe, ist der ehemalige US-Präsident Bill Clinton. Mit fester Stimme und festem Blick dementierte er eine Liebschaft mit der Praktikantin, habe sich in dem kurzen Statement aber 28 Mal an die Nase gefasst. Diese Selbstberührung passiere unbewusst, könne nicht gesteuert werden und zeige, dass der Mann sich selbst beruhigen wollte.

Die Psychologin hatte auch Tipps im Gepäck. So sollten Frauen, die ernst genommen werden wollten, nicht mit einer piepsig hohen Stimme sprechen. Wer Erfolg im Job haben wolle, sollte nicht allzu oft lächeln – was nicht heiße, dass man deswegen unfreundlich sei. Berührungen an den Oberarmen schafften Nähe. Und: Zu lange sollte man andere Menschen nicht anstarren: "Es gibt eine moralische Blickzeit, nach der es dem Gegenüber unangenehm wird."

Beate Weingardt forderte zum Schluss die Zuhörer dennoch auf, demnächst mal Menschen anzustarren und auf deren Körpersprache zu achten. Und riet: "Aber setzen Sie dann eine Sonnenbrille auf."

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 15875

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