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Balingen Keineswegs "nur ein kleiner Eingriff"

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Bei Lisa Mayr (links) bedankt sich die Regionalgruppenleiterin Elfriede Adler-Merbach. Foto: Selbsthilfegruppe Foto: Schwarzwälder Bote

Unter dem Motto "Wir hilft" hat die erste bundesweite Aktionswoche Selbsthilfe stattgefunden.

Balingen. Der Paritätische Gesamtverband hatte gemeinsam mit seinen Landesverbänden und Mitgliedsorganisationen alle Gruppen, Organisationen und Kontaktstellen der Selbsthilfe innerhalb und außerhalb des Paritätischen eingeladen, sich an der Aktionswoche zu beteiligen. Die Selbsthilfegruppe Tracheostoma und die Regionalgruppe Balingen und Umgebung des Bundesverbandes Schädel-Hirnpatienten in Not beteiligten sich daran mit einem Info-Abend zum Thema "T.O.M. erklärt das Tracheostoma". Das "Tracheostomy Observation Model", ein anatomisches Modell mit verschiedenem Zubehör, war im vergangenen Jahr eine Spende der Medizinprodukte-Firma medigroba an die Selbsthilfegruppe Tracheostoma gewesen. Seitdem begleitet T.O.M. die Logopädin Lisa Mayr um Betroffenen oder deren Angehörigen in häuslicher Versorgung das Tracheostoma zu erklären.

Die Logopädin mit der Zusatzqualifikation "Trachealkanülen-Management" verstand es an diesem Info-Abend, die Teilnehmer anhand des Modells und einer Power-Point-Präsentation mit einfachen und gut zu verstehenden Begriffen durch dieses Thema zu führen. Anwesende Betroffene und Angehörige pflichteten ihr bei, dass es keineswegs nur ein kleiner Eingriff, oder nur eine vorübergehende Öffnung sei, die nach einer gewissen Zeit wieder verschlossen werden könne. Eine gute und unproblematische Funktion der Atmung durch die Trachealkanüle und somit durch den Hals statt durch Mund und Nase hänge von sehr vielen Faktoren ab: einer passende Trachealkanüle, nach fiber-endoskopischer Untersuchung der Luftröhre entsprechende Aufsätze auf die Kanüle, je nach Bedarf regelmäßige, fachkundige Pflege des Tracheostomas und der Kanüle, gute Beobachtung beim Sekret-Management sowie eine qualifizierte, logopädische Schlucktherapie, unterstützt und erweitert durch pflegerische Co-Therapie.

Dieses Wissen um das Tracheostoma sowie die Sicherheit und der Mut der Logopädin hat Angehörigen und Betroffenen, die von Lisa Mayr betreut werden, die Angst vor dem Tracheostoma genommen. Der Info-Abend hat dazu beigetragen, dass andere Angehörige, Pflegepersonen und Therapeuten angstfreier mit den Betroffenen umgehen können.

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