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Balingen In die "Frie48" zieht neues Leben ein

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"Alles wird schön": Die Arbeiten an und in der "Frie48" in der Balinger Innenstadt laufen auf Hochtouren. Fotos: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

"Alles wird schön" – ein riesengroßes Plakat mit diesen Worten hängt seit einigen Tagen an der Fassade des sogenannten Schneiderhauses am Balinger Marktplatz. Das Projekt "Frie48" (nach der Postadresse Friedrichstraße 48) nimmt Formen an. Mittlerweile steht fest, wer in das Gebäude einziehen wird.

Balingen. Das markante Gebäude hatte im vergangenen Jahr den Eigentümer gewechselt, verantwortlich für die Modernisierung ist nun die "Frie48" GbR, deren Geschäftsführer Wolfgang Pupke ist (wir berichteten). Er präsentiert im Gespräch das "frische und moderne Konzept". Das Gebäude sei "ein Schatz", sagt Pupke, er wolle es im Sinne Balingens hübsch herrichten und neu beleben.

Pupke ist seit 2003 selbst mit Pro Optik im Erdgeschoss ansässig. Im Zuge der Neuaufteilung der Flächen innerhalb des Hauses wird Pro Optik wachsen: Zusätzlich zu der dann verkleinerten Fläche im Erdgeschoss wird Pro Optik künftig auch im ersten Obergeschoss ansässig sein.

Die Sanierungsarbeiten sind im vollen Gange. Über den Sommer wurden im Gebäude die Heizungs- und Sanitärinstallationen in Angriff genommen. Vor wenigen Tagen haben die Arbeiten an der Fassade sowie der Innenausbau begonnen. Man arbeite mit Hochdruck daran, sagt Pupke, das Projekt "Frie48" bis Frühjahr 2021 soweit bezugs- und betriebsfertig fertigzustellen.

Im Erdgeschoss angesiedelt sein wird künftig auf der Fläche hin zum Hinteren Kirchplatz, auf die die Pro Optik verzichtet, eine Lounge-Bar, deren Betreiber noch nicht namentlich genannt werden möchte. Essen kann man dort künftig auch, leckere Antipasti zum Beispiel. "Wir bereiten zu, mit ›Amore‹, aber wir kochen nicht", so der Betreiber. Außerdem solle italienische Feinkost verkauft werden.

Genau darüber im ersten Obergeschoss entstehen – in Nachbarschaft zum erweiterten Pro Optik, Business-Apartments, fünf Stück an der Zahl. Jedes davon individuell und hochwertig gestaltet. Die beiden größeren mit jeweils 55 Quadratmetern mit eigenen Küchen. Gedacht als Unterkunft oder längerfristig anzumietender Wohnraum etwa für Geschäftsreisende oder Touristen. Im zweiten Obergeschoss ansiedeln werden sich der Balinger Rechtsanwalt Dirk Sauer, der mit seiner Kanzlei derzeit noch unweit an der Friedrichstraße oberhalb der Fielmann-Filiale ansässig ist. Und zum anderen der Zahnarzt Lukas Straubinger, der bislang in einer Mehrbehandlerpraxis in Haigerloch tätig ist und sich in der "Frie48" selbstständig macht.

Quasi als Krönung des Gebäudes eröffnet im Dachgeschoss ein Restaurant. Der Betreiber – ein in Balingen bekannter Gastronom mit Partnern – steht fest, aber auch er will noch nicht namentlich genannt werden. Eine "feine Adresse" solle es werden, mit "cooler Atmosphäre" – und das über den Dächern der Stadt: Einen besseren Blick auf die City hat man ansonsten nur noch vom Turm der benachbarten Stadtkirche aus. Diesen Blick wird man im Restaurent künftig aber nicht nur durch Fensterglas, sondern beim Essen auch von der umlaufenden Dachterrasse aus genießen können.

Pupke und die künftigen Mieter sehen mit Hochspannung und voller Vorfreude dem Ende der Bauarbeiten und damit den Neueröffnungen entgegen. Für die Flächen im Herzen der Innenstadt habe es eine starke Nachfrage gegeben, so Pupke. Der aus seiner Sicht richtige und zur Innenstadt passende Mix sei nun gefunden.

Der Standort an der Friedrichstraße hat eine lange Geschichte. Dort befand sich früher das Gasthaus Adler, die Gaststätte der gleichnamigen Brauerei, die nur einen Bierkrugwurf entfernt an der Wilhelmstraße thronte, bevor das mächtige Gebäude abgerissen und das heutige CityCenter gebaut wurde.

Das sogenannte Schneider-Haus wurde zu Beginn der 1970er-Jahre von Albrecht Schneider erbaut, dort war dann Textil-Schneider angesiedelt. Zuletzt standen einige Flächen im Obergeschoss leer, letzter Mieter war das Brandschutzingenieurbüro Riesener.

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