Die TSG Balingen II „empfängt“ in Dotternhausen den Tabellenletzten aus Freudenstadt. Die Rollen sind im Vorfeld der Partie klar verteilt.
Wenn sich die TSG Balingen II und die Spvgg Freudenstadt am Sonntag (14 Uhr) – aufgrund der Sanierungsarbeiten rund um die Bizerba-Arena auf dem Kunstrasenplatz des SV Dotternhausen – gegenüberstehen, dann sind die Rollen klar verteilt. Auf der einen Seite der Tabellenzweite der Landesliga mit 37 Punkte aus 17 Spielen. Auf der anderen Seite das Schlusslicht, das bis dato nur neun Punkte einfahren konnte. Dennoch wollen die „Gäste“ dem Favoriten einen harten Kampf um die Punkte liefern.
Noch ein Erfolgserlebnis vor der langen Winterpause?
„Wir haben natürlich die Erwartungshaltung, dieses Spiel zu gewinnen. Es ist uns sehr wichtig, die letzte Partie vor der langen Winterpause erfolgreich zu gestalten“, stellt TSG-Trainer Philipp Wolf im Vorfeld des Duells klar. Doch im Lager der Balinger U23 ist man sich auch bewusst: „Manchmal gewinnt im Fußball eben der Außenseiter“, meint Wolf und ergänzt: „Wenn wir das Spiel zehnmal absolvieren, dann gewinnen wir wahrscheinlich achtmal. Wir müssen eben verhindern, dass nicht einer der beiden anderen Fälle eintritt.“
Gelingen soll das, „indem wir das Tempo hochhalten, Freudenstadt in Stresssituationen bringen, unsere Chancen nutzen und bei Ballverlusten wach sind, um deren Umschaltspiel zu unterbinden“, beschreibt der Balinger Übungsleiter den Matchplan. All das in dem Bewusstsein: „Ich denke, dass die Freudenstädter etwas gefestigter und mutiger sind. Sie wissen jetzt, wie man in der Landesliga gewinnt.“
Zwei Siege aus den letzten drei Spielen
Denn die Spvgg trägt zwar noch immer die rote Laterne, hat in den vergangenen Wochen jedoch endlich in die Erfolgsspur gefunden. Den BSV Schwenningen und den FC 07 Albstadt schlug man zuhause jeweils mit 2:1 – und fuhr damit im Monat November die bis dato einzigen beiden Saisonsiege ein. Dennoch möchte Freudenstadts Cheftrainer Elvedin Djekic „nicht wirklich von Rückenwind sprechen“. Seine Schützlinge und er sind sich ihrer Rolle in diesem Aufeinandertreffen durchaus bewusst. „Mit Balingen kommt ein großer Brocken auf uns zu“, so Djekic.
Dennoch wird der Aufsteiger alles daran setzen, den großen Favoriten zu ärgern, stellt der Coach klar: „Wir stellen uns der Herausforderung und wollen zum Ende des Jahres noch einmal alles geben. Wir wollen das Maximum aus diesem Spiel herausholen. Wenn das am Ende eine Niederlage sein sollte, dann werden wir das akzeptieren. Wenn das Maximum aber ein Punkt, oder sogar ein Dreier ist, dann nehmen wir das gerne mit.“