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Balingen Ideenmanagement und digitales Denken

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Einer spricht, die anderen hören zu (von links): Moderator Bernd Flohr, Markus Hallas, Joachim Wollstädt, Jürgen Weber und Ralf Galster. Foto: Hauser Foto: Schwarzwälder Bote

Wie bekommt man Innovationen auf den Markt? Antworten auf die von Oberbürgermeister Helmut Reitemann am Montag bei den Balinger Wirtschaftsgesprächen gestellte Frage haben vier Geschäftsführer geliefert. Auch die Vorstellung der WissensWerkstatt Zollernalb gab Hinweise.

Balingen. "Um einen Mehrwert zu erreichen, versuchen wir, neue Wege zu gehen", beschrieb zunächst Markus Hallas, Geschäftsführer der Weilstetter Firma Nachreiner, deren Bemühen, ihre produzierten Werkzeuge weiter zu entwickeln. Deshalb werde zum Beispiel mit einem "Riesenaufwand" daran gearbeitet, diese aus einem neuen Material herzustellen: aus Keramik. Dieses sei wirtschaftslicher und mache eine schnellere Bearbeitung möglich, so Markus Hallas.

Die Firma lege aber nicht nur Wert auf Produkt-, sondern auch auf Prozessinnovationen. So soll alles automatisiert werden, um unter anderem eine durchgehende Produktion zu erreichen. "Innovationen sind notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben", gab Hallas die Zielsetzung vor.

Das will die Balinger Firma Sinfiro, die sich auf Brandschutz spezialisiert hat, nicht durch die Entwicklung neuer Techniken erreichen, wie Geschäftsführer Joachim Wollstädt erklärte. Sie setze auf Brand- und Rauchforschung, weshalb sich die Firma einer Forschergruppe angeschlossen habe. "Wir bringen Wissen ein, wir bekommen Wissen zurück", so Wollstädt.

Ein weiterer "Schlüssel" für den Erfolg seien laut Ralf Galster, ebenfalls Geschäftsführer, die Mitarbeiter. Diese sollen dazu motiviert werden, sich einzubringen, damit eine "Ideenflut" entsteht. Vertrauensbasiertes Arbeiten, Kommunikation auf Augenhöhe, Fehler- und Ideenmanagement sowie das Einbeziehen der Mitarbeiter, eine Vision zur Umsetzung zu bringen, waren weitere Stichpunkte, auf die Galster einging.

Auf ein junges, hoch qualifiziertes und weltoffenes Team, "das digital denkt", auf eine Innovationskultur, die freies Denken fördert, auf Kooperationen und Vernetzung sowie auf den Einsatz von neuesten Technologien – darauf setzt Jürgen Weber, Geschäftsführer von Weber eBusiness Services in Balingen. Er plädierte dafür, nicht immer erst die Probleme und Gefahren von Neuerungen zu sehen, sondern die Chancen, neue Geschäftsmodelle entwickeln. Er empfahl, "alles zu digitalisieren, was sich digitalisieren lässt", denn nur, wer diesen Weg einschlage, überlebe.

Automatisierung, Digitalisierung, Qualifikation – das waren auch Themen, die der Leiter der Balinger Volkshochschule, Ottmar Erath, und Projektleiterin Katharina Höckh ansprachen. Sie stellten die WissensWerkstatt Zol­lernalb und das Coding College vor.

In diesen Einrichtungen sollen Kinder und Jugendliche die Welt der Technik erleben und ein Medienverständnis bekommen. Dadurch soll dem Fehlen von Basiskompetenzen und dem Mangel an Fachkräften entgegengewirkt werden. Ergänzend seien für das kommende Jahr noch eine Forscherwerkstatt und eine Gründerwerkstatt geplant, blickte Erath voraus.

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