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Balingen Heilig Geist: Neue Orgel kann kommen

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Blick vom Altar – und wenn auch einen Fotomontage, so doch keine allzu ferne Zukunftsmusik mehr: So soll die neue Orgel in der katholischen Kirche Heilig Geist in Balingen nach dem Entwurf des Orgelbauunternehmens Lenter aussehen. Foto: Lenter Foto: Schwarzwälder Bote

Geschafft: Nach einem langen Prozess, vielen Sitzungen und Debatten sowie dank zahlreicher Spenden kann die katholische Heilig-Geist-Gemeinde Balingen nun eine neue Orgel für ihre Kirche beschaffen. Fertigen wird das Instrument der Orgelbaubetrieb Lenter aus Sachsenheim.

Balingen. Die neue Orgel soll bis Ende des Jahres 2021 fertiggestellt und in der katholischen Kirche in Balingen eingebaut sein, sagte Pfarrer Wolfgang Braun am Mittwoch unserer Zeitung. "Wir sind froh und dankbar, dass wir so weit gekommen sind und es nun geschafft haben", so Braun weiter. Die Details zum Bau der neuen Orgel sind nach Angaben von Braun soweit geregelt; in den nächsten Tagen soll der Vertrag mit dem Orgelbauunternehmen unterzeichnet werden.

Markus Lenter hatte das von seinem Orgelbaubetrieb geplante Instrument am Sonntag bei einem sogenannten Gemeindetag den Balinger Katholiken vorgestellt. Es verfügt über 18 Register und mehr als 1500 Pfeifen.

Möglich gemacht haben den Kauf des neuen Instruments der Förderverein, der sich zu diesem Zweck 2011 gegründet hatte, sowie zahlreiche Spender. Ausweislich des aktuellen Kontostands sind nach Angaben des Fördervereins-Vorsitzenden Hans-Josef Baum in den vergangenen Jahren 255 000 Euro zusammengekommen – etwa durch die regelmäßigen sonntagabendlichen Benefizkonzerte in der Kirche, aber auch durch Aktionen wie dem Verkauf von Orgelwein und Orgelbrot. Die "Schallmauer" von 200 000 Euro war 2018 erreicht: Damit, so die Schätzung, waren 40 Prozent der Kosten für die neue Orgel gedeckt, und die Gemeinde konnte sich in Abstimmung mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart an die Ausschreibung machen.

Patenschaften für Pfeifen

Die 1967 in Heilig Geist installierte Späth-Orgel muss ersetzt werden, weil sie nach Meinung von Kirchenmusikern und Orgelsachverständigen technisch irreparabel verbraucht und abbruchreif sowie klanglich in einem inakzeptablen Zustand ist. Eine Sanierung oder Reparatur schlossen die Fachleute aus: Diese wäre nur für sehr viel Geld zu haben gewesen, ein neues Instrument wäre kaum teurer gekommen – so entschloss sich die Gemeinde für eine neue Orgel.

Angebote von drei Orgelbauern gingen dafür ein; die Gemeinde entschied sich für das Unternehmen Lenter, weil es nach Darstellung von Kirchenmusiker Alexander Rohm den aus räumlich-klanglicher Sicht zur Heilig-Geist-Kirche passenden Entwurf geliefert hat. Dem neuen Instrument liege das sogenannte deutsch-romantische Orgelkonzept zugrunde, es ähnele der Orgel von Eberhard Friedrich Walcker in Hoffenheim, und es führe baulich Motive des Balinger Gotteshauses fort. Dazu kommt, dass auch der Preis stimmt: Maximal 500 000 Euro wollte die Gemeinde, die die neue Orgel komplett und ohne Hilfe der Diözese selbst finanzieren muss, ausgeben – das Instrument aus der Lenter-Werkstatt kostet laut Angebot 491 000 Euro.

Dies bedeutet wiederum auch: Komplett finanziert ist die neue Orgel noch nicht. Pfarrer Braun betont, dass die Gemeinde weiterhin auf finanzielle Hilfe angewiesen sei. Der Förderverein hat sich bereits etwas Neues überlegt: Laut Hans-Josef Baum ist eine Aktion geplant, mit der man gegen Spenden Patenschaften für die Pfeifen der neuen Orgel übernehmen kann.

Möglicherweise bringt auch das alte Instrument noch Geld in die Kasse: Entweder, indem es als Ganzes, oder aber in Einzelteilen verkauft wird. Die derzeitige Orgel wird der katholischen Gemeinde indes wohl auch noch Kopfzerbrechen bereiten: Zu einem bestimmten Zeitpunkt nämlich muss sie ausgebaut sein, damit Platz ist für die neue. Und bevor diese eingebaut wird, soll das Gotteshaus, insbesondere die Empore, auch noch gerichtet und frisch gestrichen werden.

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