Hier steckt Sascha Ilitsch in der Klemme. Foto: Single

Der Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat beim TBV Lemgo mit 27:32 verloren. Brack vermisst taktisches Konzept.

Einen Schritt nach vorn hat der HBW Balingen-Weilstetten gemacht. Zu Punkten hat es für den Handball-Bundesligisten am Samstag beim TBV Lemgo dennoch nicht gereicht. Das Team von Rolf Brack unterlag mit 27:32 (14:17).

Roland Schlinger überzeugte im ersten Abschnitt mit fünf Toren

Starke 20 Minuten reichten den Schwaben nicht, den Favoriten vor 3400 Zuschauern in der Lipperlandhalle ins Wanken zu bringen. Denn nachdem Roland Schlinger – der Österreicher überzeugte im ersten Abschnitt mit fünf seiner insgesamt sieben Toren – zum 9:9 getroffen hatte, riss der Faden.

»Wir schaffen es nicht, uns über 60 Minuten an das taktische Konzept zu halten«, so HBW-Trainer Brack, dessen System, ohne klassischen Mittelmann, dafür mit vier Rückraumspielern und zwei Kreisläufern agieren zu lassen, zunächst funktionierte. in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte aber setzte sich der TBV auch dank der starken Sebastian Preiß (7 Tore) und Holger Glandorf peu à peu ab und ging mit einer 17:14-Führung in die Pause. Eines der Probleme des HBW in dieser Phase: Ivan Zoubkoff war wegen einer Erkältung ausgefallen und der im HBW-Tor auf sich alleine gestellte Nikola Marinovic parierte keinen Ball mehr.

Zwei Treffer in Serie von Felix Lobedank

Daran sollte sich auch zu Beginn des zweiten Abschnitts nichts ändern. Zweimal Avishay Smoler, Glandorf und Sergo Datukashvili bauten Lemgos Vorsprung auf 21:15 (35.) aus. Zwei Treffer in Serie von Felix Lobedank brachten den Gästen nur eine geringe Linderung, denn abermals legte der TBV drei Treffer drauf (24:17/41.).

Acht Minuten vor dem Ende deutete einiges darauf hin, als würde sich die Brack-Sieben nur drei Tage nach der 18:40-Pleite beim THW Kiel die nächste Niederlage mit zweistelliger Tordifferenz einfangen. Nach Glandorfs 30:22 (53.) aber bewies der HBW Moral, verkürzte mit einem 4:0-Lauf auf 26:30 (57.) und sorgte so dafür, dass das Resultat am Ende mit 27:32 erträglich blieb. Und so war Trainer Brack nach dem Spiel klar: »Es hat bei weitem nicht gereicht, um in Lemgo zu punkten.«

HBW Balingen-Weilstettten: Marinovic; Lobedank (4), Herth (3/3), Sauer, Wilke (2), Ettwein (2), Schlinger (7), W. Strobel (2), Mitkov (1), Temelkov, Bürkle (1), Boisedu (3), Ilitsch (2).
TBV Lemgo: Lichtlein, Galia; Ilyes (2), Smoler (5/1), Preiß (7), Bechtloff (2), Datukasvili (5), Glandorf (6), M. Strobel (1), Hermann (1), Liniger (3/1), Schneider.

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