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Balingen Haussperling bleibt an der Spitze

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2019 war sie der Vogel des Jahres: Die Goldammer wurde im Kreis seltener gesichtet als vor einem Jahr. Foto: Marco Frank/Nabu Foto: Schwarzwälder Bote

Zollernalbkreis. Die Ergebnisse der großen Vögelzählung von Nabu und seinem bayrischen Partner LBV liegen mittlerweile vor. Die "Stunde der Wintervögel" vom 10. bis 12. Januar hat einige Überraschungen gebracht.

Im Zollernalbkreis haben 311 Vogelfreunde gezählt

Deutschlandweit haben etwa 139 000 Vogelfreunde teilgenommen und aus Gärten oder Parks mehr als 3,5 Millionen Vögel gemeldet. Im Zollernalbkreis haben 311 Vogelfreunde mitgemacht und mehr als 9000 Vögel gemeldet. Es zeigte sich, dass in diesem bisher schneearmen und milden Winter deutlich weniger Vögel in den heimischen Gärten gesichtet wurden als noch vor einem Jahr.

Der Vogelbeauftragte des Nabu in Baden-Württemberg, Stefan Bosch, führt dies vor allem auf die Tatsache zurück, dass "viele Feldvögel wie Grünfinken oder Goldammern bei dem milden Winterwetter genügend Nahrung außerhalb der Ortschaften finden und daher seltener in unseren Gärten gesichtet worden sind".

An der Spitze bleibt so gut wie alles beim Alten: Die ersten fünf Plätze, was die Sichtungshäufigkeit betrifft, sind sowohl im Land als auch im Zollernalbkreis mit geringfügigen Verschiebungen unverändert geblieben. An der Spitze steht der Haussperling, gefolgt von der Kohlmeise, der Blaumeise, dem Feldsperling und der Amsel.

Einige Überraschungen ergab die Zählung auch im Zollernalbkreis: Der Eichelhäher, eigentlich ein Waldvogel, gelangte im Zollernalbkreis auf den zwölften Rang, was eine Zunahme um 169 Prozent gegenüber dem Jahr 2019 bedeutet. Das dürfte, so Stefan Bosch vom Nabu, auf die "starke Vermehrung dieser Häher in Nord- und Osteuropa zurückzuführen sein, wo die Eichen im vergangenen Jahr besonders viele Früchte gebildet haben".

Eichelhäher kommt aus dem Wald in die Gärten

Stark zurückgegangen dagegen sind bei uns die Zahlen beim Grünfink auf dem achten Platz, was binnen Jahresfrist einer Abnahme um 33 Prozent im Zollernalbkreis gleichkommt. Noch drastischer sieht es bei der Goldammer, einem typischen Vogel der heimischen Feldflur, aus: Seit 2019 fiel sie vom zwölften auf den 18. Platz zurück, was einen Rückgang um 47 Prozent im Vergleich zu 2019 bedeutet.

Die Zählaktion hat zudem gezeigt, dass trotz des milden Wetters in Gärten mit Futterstellen deutlich mehr Vögel beobachtet wurden als in Gärten ohne.

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