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Balingen Großes Bild erzählt vom Ankommen

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Vor dem bunten Kunstwerk (von links): Fabian Heilmann, Stellvertretender Referatsleiter des Referats Flüchtlingsaufnahme, Sandra Brendler, Referatsleiterin des Referats Flüchtlingsaufnahme, Regierungspräsident Klaus Tappeser, Graffiti-Künstler Pascal Gührs und Regierungs-Vizepräsident Utz Remlinger. Foto: Regierungspräsidium Tübingen Foto: Schwarzwälder Bote

Im Hintergrund die Erdkugel, gelbe Kontinente auf blauem Grund. Davor eine Frau mit einem Kind auf dem Arm in Schwarzweiß. Blumen ranken sich um das Bild und das Wort "Welcome!"

Balingen/Tübingen. Auf Bitte des Regierungspräsidiums Tübingen hat der Balinger Graffiti-Künstler Pascal Gührs die Außenwand der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Derendingen mit einem überdimensionalen Wandbild geschmückt.

Dabei sei ihm weitgehend freie Hand gelassen worden, sagt der 24-jährige Kreative. Es sollte ein einladendes Bild sein, sollte das Thema unterstreichen, sollte Sicherheit, Wohlfühlen und in gewisser Weise auch ein Heimatgefühl vermitteln.

Das Motiv mit Mutter und Kind habe er gewählt, weil es eine Flüchtlingsunterkunft für Frauen sei. Das Original, das übrigens in die Landeskunstsammlung Baden-Württemberg aufgenommen worden sei, sei zwei mal zwei Meter groß gewesen. Er habe es im Maßstab eins zu vier auf die Hauswand der Flüchtlingsunterkunft übertragen: "Es ist gewissermaßen ein Duplikat", sagt er. Warum das Regierungspräsidium ausgerechnet auf ihn zugekommen sei? Ein Freund arbeite beim Regierungspräsidium, habe ihn als freischaffenden Künstler vorgeschlagen.

Es ist nicht sein erster Erfolg: Beim Stromkasten-Wettbewerb hatte Pascal Gührs im vergangenen Jahr den ersten Preis für den vom ihm gestalteten Kasten in Weilstetten erhalten. Man erinnert sich vielleicht noch: An einer prominenten Stelle an der Ortsdurchfahrt hatte er nach dem Vorbild von Michelangelo einen Stromkasten besprüht. Darauf streckt Gott – anders als bei Michelangelo – nicht Adam, sondern Micky Maus den Zeigefinger entgegen.

Pascal Gührs, der derzeit bei der Lebenshilfe arbeitet und daneben als freischaffender Künstler unterwegs ist, sieht sich keiner Kunstrichtung und keinem Vorbild verpflichtet. Und wenn es doch ein Vorbild geben sollte, dann sei das zweifellos die britische Street-Art-Legende Banksy.

Das, was er mache, habe er sich als Autodidakt beigebracht. Er versuche, Graffiti-Kunst und realistische Darstellungsformen zu vereinen, Modernes und Klassisches. Street-Art eben. "Street-Art", sagt er, "ist ein offener Begriff."

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