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Balingen Gottesdienste erst ab Mitte Mai

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Die Friedenskirche in Frommern: Außen wird renoviert, innen ab dem 17. Mai wieder gebetet. Foto: Reich

Balingen - Ab dem kommenden Wochenende dürfen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Die katholische Seelsorgeeinheit und die evangelisch-freiheitliche Kirchengemeinde haben sich entschlossen, diese erst eine Woche später abzuhalten.

"Die Vorbereitungen sind sehr umfangreich", begründet die Gemeindereferentin Marion Faigle die Entscheidung, dass erst wieder am Wochenende 16. und 17. Mai Gottesdienste in den katholischen Kirchen Balingen, Frommern und Roßwangen stattfinden. Es müssten Hinweisschilder aufgestellt, Plätze ausgewiesen, Plastikstreifen auf dem Boden angeklebt und Desinfektionsmittel bereitgestellt werden. Zudem seien Personen als Ordner einzuteilen.

Viele Vorschriften und Richtlinien

Nach dem nächsten Wochenende sollen dann die Gottesdienste wie vor Corona stattfinden. "Nach vier Wochen wird ein Fazit gezogen und entschieden, wie es weitergeht", erklärt Faigle. Es gebe eine gewisse Skepsis, denn aufgrund der vielen Vorschriften und Verhaltensrichtlinien könnte das Feiern in den Hintergrund rücken. Außerden finden es Faigle und ihre Kollegen schade, dass nicht gemeinsam gesungen werden darf. "Das ist der Verlust eines zentralen Elements." Und schließlich könnte sich die Regelung, dass sich die Gottesdienst-Teilnehmer anmelden müssen, als eine große Hürde herausstellen.

Bei der evangelisch-methodistischen Kirche Balingen hatte am Montagabend der Gemeindevorstand beschlossen, ab Sonntag, 17. Mai, wieder Gottesdienste in der Friedenskirche in Frommern anzubieten, berichtet Hans-Ulrich Sontheimer, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde zuständig ist. Grundlage sei ein Schutzkonzept der Kirchenleitung mit Abstands- und Hygieneregeln sowie Mundschutz, das vorab umgesetzt werden soll. Für den Beginn sei auch eine Anmeldung vorgesehen.

Gemeinde weit weg von Normalität

Für die ganze Gemeinde war die überraschende Schließung der Kirche ein gewaltiger Einschnitt, der anfangs auch Einsamkeit und Ratlosigkeit hinterlassen habe, hält Sontheimer fest. Es seien jedoch schnell moderne Kommunikationsformen gefunden worden, die einen Teil aufgefangen hätten: Pastor Sebastian Hochholzer informierte die Gemeinde regelmäßig mit mehrseitigen Rundschreiben, WhatsApp-Gruppen wurden ins Leben gerufen, und Impulsandachten des Pastors waren per Telefon oder als Podcast zu hören.

Die Wiederaufnahme von Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen sei daher eine gute Nachricht. Gleichzeitig sei die Gemeinde weit weg von einer Normalität. "Denn eine Kirche, die nicht voll werden darf und in der nur mit Mundschutz gesungen werden kann, ist nicht normal", so Sontheimer. Auch wenn momentan auf den Gemeindegesang verzichtet werde, sei es ein Anfang, mit Chancen für einen Neustart. "Diese Chancen möchte die Evangelisch-methodistische Kirche suchen und nutzen."

Hinsichtlich des Bauvorhabens in Frommern teilt Sontheimer mit, dass die Arbeiten im Erdgeschoss und im Kirchsaal nahezu abgeschlossen seien. Bis zum ersten Gottesdienst werde die Orgel wieder aufgebaut. Im Untergeschoss müssten noch einige Gruppenräume fertiggestellt werden, die Aufträge für die Außenanlagen würden in den nächsten Tagen vergeben.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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