Insgesamt ist die Stadt bestrebt, den Markt festlicher und friedlicher zu gestalten. So wurde generell der Ausschank von Hochprozentigem untersagt. Foto: dpa

Stadt rechtfertigt Alkohol-Verbot für Bude der Gruppe. Überwiegend selbst konsumiert?

Balingen - Das Verbot des Ausschanks von Glühwein für die Frommerner Pfadfinder auf dem Balinger Christkindlesmarkt kommt nicht von ungefähr. Erfahrungen aus dem Vorjahr haben die Stadtverwaltung dazu bewogen, der Gruppe für dieses Jahr keine Alkohol-Konzession zu geben.

Eltern hatten sich in einem in unserer gestrigen Ausgabe erschienenen Leserbrief darüber echauffiert, dass die Pfadis neben Selbstgebasteltem "nur" Tee ausschenken dürfen. Seit 18 Jahren bereichere die Gruppe mit ihrem Stand den Christkindlesmarkt. Nun "verweigere" die Stadt den Glühwein-Ausschank. Lediglich ein Plakat sei Auslöser des "Ärgers" gewesen.

Was es mit diesem Plakat auf sich hat, kann Jürgen Luppold, Referent des Balinger Oberbürgermeisters, nicht genau sagen. Die Entscheidung habe jedoch ohnehin andere Gründe. Beim Markt im vergangenen Jahr habe es an dem Stand "Probleme gegeben". Die Pfadfinder hätten den Glühwein "offenbar überwiegend selbst konsumiert". Einige seien ausfällig geworden. Auch die Initiative "Balinger Unordnung" habe sich darüber beschwert.

Bei Gesprächen mit OB Helmut Reitemann und Vertretern der Kirchengemeinde sei festgelegt worden, dass am Pfadi-Stand in diesem Jahr kein Glühwein ausgeschenkt werden dürfe. "Pfarrer Ginter steht voll dahinter", betont Luppold. Denn gerade diesen Stand frequentierten viele jugendliche und junge Menschen.

Insgesamt ist die Stadt bestrebt, den Markt festlicher und friedlicher zu gestalten. So wurde generell der Ausschank von Hochprozentigem untersagt.