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Balingen Global Player Bizerba sichert Standort

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Stolze Bilanz eines Global Players: Bizerba-Vorstand Andreas Kraut und Angela Kraut, Vice President Global Finance & Controlling, haben über aktuelle Entwicklung und Zukunftsperspektiven informiert Foto: Ungureanu

Balingen - 4146 Mitarbeiter, 42 Tochtergesellschaften in 25 Ländern, ein extensives Partnernetzwerk, ein Jahresumsatz von 675 Millionen: Bizerba spielt in der Liga der Global Player. Vorstand Andreas Kraut und Angela Kraut, Vice President Global Finance & Controlling, stellen die aktuelle Entwicklung vor.

Internetfähige Ladenwaagen, klassische Schneidemaschinen und Fleischwölfe, Industrie- und Kontrollwaagen, Abfüll-, Auszeichnungs- und Inspektionssysteme, und dazu die passende Software: Der 1866 gegründete Balinger Waagenhersteller ist zu einem der weltweit führenden Anbieter von Wäge-, Schneide- und Auszeichnungstechnologie avanciert. Neben dem Hauptstandort in Balingen, wo aktuell 1216 Mitarbeiter beschäftigt sind und der größte Teil der Entwicklung stattfindet, hat das Unternehmen drei weitere Standorte in Deutschland – in Messkirch, Bochum und Hildesheim –, zudem Produktionsstätten in der Schweiz, in Österreich, Italien, Frankreich, Spanien, China, Kanada und den USA und baut das Partnernetzwerk weiter aus.

100 Millionen Umsatz allein mit den Etiketten

Allein mit den Etiketten werde derzeit ein Umsatz von 100 Millionen Euro erzielt, erklärt Andreas Kraut. 32 Prozent des Gesamtumsatzes werde in Deutschland erwirtschaftet, 45 Prozent in Europa, 21 Prozent in den USA. Im vergangenen Jahr seien rund 16 Millionen Euro investiert worden. Auch im Bereich der Finanzdienstleistungen sei Bizerba aktiv: Mit dem Bizerba Leasing Financial Service werden nicht nur Wäge-Lösungen, sondern auch Autos finanziert. Kunden blieben weiterhin Handel und Handwerk, Restaurants und Catering, Nahrungsmittelindustrie, Logistik und Versand.

Weiße Flecken auf der Landkarte gebe es nur in Grönland, der Mongolei und der Sahara, bemerkt Andreas Kraut. Während der nationale Bereich im vergangenen Jahr leicht schrumpfte, sei man international gewachsen. Der Umsatz konnte auf dem Niveau von 2017 gehalten werden. "Nach jahrelangem Wachstum gab es erstmals Stagnation", sagt Andreas Kraut. Die Entwicklung habe man aber erwartet.

IT und künstliche Intelligenz seien stark im Kommen: "Wir beschäftigen derzeit mehr Software- als Hardware-Ingenieure", sagt der Bizerba-Vorstand. Mit "SuperSmart", einem israelischen Startup-Unternehmen, sei das erste "Loss-Prevention-System" auf den Markt gebracht worden. Es ermögliche den Einkauf ganz ohne Kassiererin, allein mit dem Smartphone. Und das "Smart Shelf" in Kooperation mit Microsoft sei ein intelligentes Regal, das "weiß, was fehlt und die Waren automatisch etikettiert".

Um Mitarbeiter aus allen Fachbereichen, die im digitalen Bereich aktiv sind, voranzubringen, sei im vergangenen Jahr das "Digitalteam 2018" gegründet worden: "Wir wollen künftig keine Beratungsunternehmen einschalten, wir wollen Lösungen aus den eigenen Reihen. Wenn alle mitmachen kann’s funktionieren." Mitgemacht haben alle – Mitarbeiter und IG Metall – auch beim Standortsicherungsvertrag: Für das neue zentrale Logistikzentrum, das in Balingen gebaut werden soll, werden 15 Millionen Euro investiert – und es werden Standort und Arbeitsplätze gesichert. Dazu sollen auch die Mitarbeiter einen Beitrag leisten.

Fort- und Weiterbildung bleiben ein großes Thema: Innerhalb der Bizerba Academy würden alle Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen gebündelt. Das Ziel: Alle Mitarbeiter dabei zu unterstützen, sich weiter zu entwickeln, "bis das Know-how auf dem gleichen Stand ist". Um Talente zu generieren, Ideen und Fachkräfte zu gewinnen, seien Kooperationen mit den Hochschulen Albstadt-Sigmaringen und Furtwangen unterzeichnet worden.

Bizerba ist auch als Ausbildungsbetrieb gefragt: Die Auszubildendenquote liege derzeit bei sechs Prozent, es gebe, wie der Vorstand verrät, mehr Bewerber als Plätze.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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