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Balingen Gesundheit, Mobilität, Digitalisierung und mehr

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Mal liest er ab, mal spricht er frei: Landrat Günther-Martin Pauli hat in der Kreistagssitzung in Ebingen den Kreishaushalt für das Jahr 2018 vorgestellt. Foto: Maier Foto: Schwarzwälder-Bote

Der Kreishaushalt für das Jahr 2018 sieht ein Haushaltsvolumen von rund 208 Millionen Euro vor; das Investitionsvolumen beträgt 13,2 Millionen Euro. Den Entwurf stellte Landrat Günther-Martin Pauli in der Kreistagssitzung am Montag in der Ebinger Festhalle vor.

Zollernalbkreis. Fünf Leitthemen mit ganz unterschiedlichen finanziellen Ausprägungen nannte der Landrat: die gesundheitliche Vorsorge, die Mobilität, die Digitalisierung, Bildung und Soziales sowie Arten-, Klima- und Ressourcenschutz.

Zur gesundheitlichen Vorsorge bemerkte Pauli, dass der Landkreis als Krankenhausträger stets die medizinische Qualität und Zukunftsfähigkeit des Klinikums im Blick behalten müsse. "Wir dürfen uns nicht auf dem Status quo ausruhen – schon gar nicht im Hinblick auf die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, die Personalsituation und den rasanten medizinischen Fortschritt", sagte er.

Am Klinikstandort Albstadt bestehe unabhängig davon Sanierungsbedarf. Dort sei eine neue zentrale Notaufnahme (ZNA) mit Aufnahme- und Kurzliegerstation herzustellen, um den aktuellen Qualitäts- und Prozessanforderungen im Bereich der Basis- und Notfallversorgung zu entsprechen. Dadurch würden sich am Standort Albstadt Optionsflächen im Bereich der bisherigen Chirurgischen Ambulanz ergeben, die zur weiteren Vernetzung von stationärer und ambulanter Medizin genutzt werden könnten. Darüber hinaus wolle der Landkreis die Krankenpflegeschule in Albstadt ertüchtigen und mit der Balinger Krankenpflegeschule in Ebingen zusammenlegen.

Wesentliches Attraktivitätsmerkmal einer Raumschaft seien Erreichbarkeit und Mobilität. Dazu gehöre eine gute Verkehrsinfrastruktur. Zuvorderst werde an dem Ausbau und der Optimierung der überregionalen Verkehrsachsen B 27, B 32 und B 463 gearbeitet. Nachhaltige Mobilitätspolitik beinhalte darüber hinaus eine gute Anbindung mittels Bahn und ÖPNV. Zum größten ÖPNV-Projekt, der Elektrifizierung der Zollernbahn im Rahmen der Regionalstadtbahn Neckar-Alb, stehe für alle Projektträger fest, dass die Zollernbahn dem Modul 1 direkt folgen werde. Verlässliche Aussagen zu den Kosten könnten aber frühestens im nächsten Jahr gemacht werden.

Schnelle, stabile Datennetze gehörten im Zeitalter von "Zollernalbkreis 4.0" zu den zentralen Standortfaktoren. Der Landkreis habe die Planung eines gemeindeverbindenden Backbonenetzes in Auftrag gegeben. Diese werde in Kürze vorliegen. Die Breitband-Infrastruktur und die Aufrüstung der mobilen Datennetze auf den neuen EU-Standard "5 G" habe 2018 mit oberste Priorität. Der Digitalisierung im Zollernalbkreis und hausintern wolle man offensiv begegnen.

Bei den beruflichen Schulen zähle ein bedarfsgerechtes, zukunftsorientiertes Bildungsangebot. "Wir möchten unsere Angebote der beruflichen Schulen in Albstadt und Hechingen im kaufmännischen wie auch im hauswirtschaftlichen Bereich im Wesentlichen erhalten und stärken", sagte Pauli.

Eine aktuelle Raumbedarfsanalyse des Regierungspräsidiums habe gezeigt, dass mehrere Millionen Euro eingespart werden könnten, wenn die Schulen in Hechingen und Albstadt organisatorisch vereinigt würden. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor sei die Förderung von Kunst, Sport und Kultur.

Im Zollernalbkreis leben derzeit rund 22 000 Menschen ausländischer Herkunft; Tendenz steigend. Um diese nachhaltig zu integrieren, wolle die Landkreisverwaltung einen Migrationsbeirat etablieren. "Wir brauchen keine Parallelwelten, sondern ein konstruktives Miteinander", argumentierte der Landrat.

Noch bevor das Land unter Leitung von Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut die "Wohnraumallianz" ins Leben gerufen habe, habe die Kreisverwaltung dazu mit den freien Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Banken und Wohnbaugesellschaften informiert und sensibilisiert. "Wir wollen die am stärksten benachteiligten Personen unserer Gesellschaft bei der Wohnraumfindung nicht allein lassen", betonte der Landrat.

Der Landkreis sei auch für einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen sowie aktiven Natur- und Klimaschutz verantwortlich. "Wir haben Vorbildfunktion für Kommunen, Unternehmen und Bevölkerung", sagte Pauli. Das Ziel: ein Landkreis "so energie- und klimafreundlich wie irgend möglich", der durch einen stabilen Kreisumlagehebesatz ein verlässlicher Partner für die Städte und Gemeinden bleibe und das Wohl aller Menschen im Zollernalbkreis im Blick behalte.

 
 

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Steffen Maier

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