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Balingen Gemeinderat will Albtrauf-Anblick erhalten

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Das Abbaugebiet auf dem Plettenberg Foto: Archiv

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Balingen - Viel mehr als nur eine dröge Stellungnahme zur geplanten Änderung des Regionalplans: Der Balinger Gemeinderat hat am Dienstag ein deutliches Zeichen dafür gesetzt, dass ihm im Zusammenhang mit dem Kalksteinabbau auf dem Plettenberg durch die Firma Holcim in Dotternhausen der Erhalt des Albtraufs am Herzen liegt. Anders als ursprünglich von der Stadtverwaltung vorgesehen ("keine Bedenken, keine Betroffenheit"), hat das Gremium nun auch mit Unterstützung von Oberbürgermeister Helmut Reitemann den gemeinsamen Antrag von FDP und Grünen beschlossen.

Hatte sich die Stadtverwaltung zunächst rein auf die Stellungnahme zum geplanten Abbau-Erweiterungsgebiet beschränkt und hierzu keine Bedenken äußern wollen, geht es mit dem Schreiben, das nun an den Regionalverband geschickt wird, ums große Ganze: Die Stadt Balingen sei durch den "Gesamtabbauprozess" auf dem Plettenberg "unmittelbar betroffen", da der Berg ein wichtiger Teil des Landschaftsbilds und des Bergpanoramas für Balingen sei. Dieses Landschaftsbild solle "unangetastet bleiben", sagte FDP-Sprecher Dietmar Foth. Man sehe die wirtschaftlichen Interessen von Holcim, allerdings müsse insbesondere der Albrauf "dauerhaft gesichert" werden.

Baudezernent Michael Wagner hatte dargelegt, dass die geplante Abbauerweiterung um 8,6 Hektar, die das Landratsamt nach der Änderung des Regionalplans erst noch genehmigen muss, in Richtung Süden liege. Balingen, insbesondere die Ortsteile Roßwangen, Weilstetten und Frommern, seien davon nicht direkt betroffen; möglicherweise aber von der bereits in den 1970er-Jahren erteilten Abbaugenehmigung, die auch eine breite "Öffnung" der Albtraufkante beinhalte. Mit Bick auf die Rechtskraft und den Bestandschutz dieser älteren Abbaugenehmigung sagte Foth: "Holcim will Neues – dann müssen wir auch über Altes reden." Möglicherweise könne der Abriss der Traufkante verhindert werden: "Die Öffnung muss gestoppt werden."

OB Reitemann meinte, der Erhalt des jetzigen Landschaftsbilds sei im Interesse Balingens. Ähnlich äußerten sich Klaus Hahn (CDU), Ulrich Teufel (SPD) und Werner Jessen (FDP).

Uwe Jetter (Grüner) sagte, dass, wie in der Stellungnahme dargelegt, der Schutz gefährdeter Arten angesichts der Bedrohung der Biodiversität erhebliche Bedeutung habe, die gegenüber wirtschaftlichen Interessen nicht hoch genug angesiedelt werden könnten. Wichtig sei den Grünen auch, den bisher von den Abbauplanungen befreiten Teil der Plettenberg-Hochfläche unter Naturschutz zu stellen.

Sein Fraktionskollege Erwin Feucht fragte, wie die Stadtverwaltung sich zunächst so "gleichgültig" habe positionieren wollen angesichts eines Themas, das die Menschen der Region nachhaltig bewege. Er erinnerte an die rechtlichen Mittel, mit denen die Stadtverwaltung vor zwei Jahren versucht hatte, den 800 Quadratmeter großen, angeblich eine Bedrohung für den Balinger Einzelhandel darstellenden dm-Drogeriemarkt in Dotternhausen zu verhindern. "Und nun sollen 86.000 Quadratmeter Naturfläche geopfert werden – und es gibt keine Bedenken?" "So darf und solle Politik nicht funktionieren."

Feucht forderte wie seine Fraktionskollegin Ute Hettel zudem, mit Holcim über die Emmissionen zu reden. "Die Luft geht uns alle an, die Schadstoffe aus der Zementproduktion sind überall", sagte Hettel. OB Reitemann sagte, man werde mit dem Regierungspräsidium Gespräche wegen Messungen führen.

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