Hier brausen viele schnell durch – nun soll die Höchstgeschwindigkeit auf der B27 entlang von Engstlatt auf maximal 100 beschränkt werden. Foto: Ungureanu

Politische Rückendeckung für verkehrslärmgeplagte Bürger in Engstlatt. Antrag beim Regierungspräsidium folgt.

Balingen - Der Balinger Gemeinderat steht voll und ganz hinter der Forderung aus Engstlatt, auf der parallel zum Ort verlaufenden Bundesstraße 27 ein Tempolimit von 100 Kilometern in der Stunde festzusetzen. Das Gremium gab den lärmgeplagten Engstlattern gestern Abend einstimmig politische Unterstützung.

 

Die Stadt werde einen entsprechenden Antrag beim Regierungspräsidium Tübingen einreichen, sagte Oberbürgermeister Helmut Reitemann. Auf rund drei Kilometern – in Richtung Hechingen ab Balingen-Nord bis zum Ortsende Engstlatt – sollen Auto-, Lastwagen- und Motorradfahrer künftig nicht mehr ohne Geschwindigkeitsbeschränkung, sondern maximal mit Tempo 100 unterwegs sein dürfen. Ortsvorsteher Hans Bitzer sagte, dass viele Engstlatter massiv vom Verkehrslärm betroffen seien; es habe auch schon deutliche Beschwerden und vereinzelt die Ankündigung gegeben, selbst "Maßnahmen" ergreifen zu wollen.

Am Thema sehr interessiert sei auch die Nachbargemeinde Bisingen, die ebenfalls an der B 27 liegt. Wegen der "komplizierten Lage" um Bürgermeister Joachim Krüger und des damit einhergehenden politischen Stillstands sei von dieser Seite aber derzeit keine schnelle Reaktion zu erhalten.

Georg Seeg (SPD) sagte, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung entlang der B 27 "überfällig" sei. Er regte an, das Tempo, wie auf zahlreichen stadtnahen Autobahnen bundesweit üblich, sogar auf 80 zu begrenzen, nicht nur entlang Engstlatt, sondern entlang ganz Balingen.