Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Balingen Gemeinde wächst langsam zusammen

Von
Der Projektschor singt in der Frommerner Kirche. Die neue Kirchengemeinde feierte dort zum ersten Mal gemeinsam. Foto: Breisinger Foto: Schwarzwälder Bote

Der Pfarrplan 2024 hat dazu geführt, dass die ehemals eigenständigen, evangelischen Gemeinden Dürrwangen, Frommern, Stockenhausen sowie Zillhausen-Streichen zu Beginn des Jahres fusionieren mussten. Am Sonntag gab es den ersten zentralen Gottesdienst.

Balingen-Frommern. Eines fehlt dem neuen Gebilde noch: der richtige Name. Vorerst firmiert es unter der Bezeichnungen Kirchengemeinde Frommern, Zillhausen, Streichen, Stockenhausen, Dürrwangen – ein sperriger Name, den die Verantwortlichen und auch die Gemeindemitglieder gerne geändert haben wollen.

"Mit diesem Name sind wir nicht glücklich, aber es war die einzige Chance, um diese Fusion nicht platzen zu lassen", erklärt Harald Witte, der leitende Vorsitzende der vom Oberkirchenrat eingesetzten Ortskirchlichen Verwaltung. "Der neue Name muss aus der Mitte der Gemeinde kommen", sagt Witte. Vorschläge wie "Unter dem Böllat" stehen im Raum. Im Ausschuss fand "Otto-Mörike-Kirchengemeinde Balingen" eine große Mehrheit; dieser Name sei aber wohl nicht in allen Gremien haltbar.

Witte sieht sich als Mittler zwischen den bisher eigenständigen Kirchengemeinden. "Ich werde in allen Gemeinden präsent sein, um deren Mitglieder besser kennenzulernen", kündigt er an. Wesentlicher Bestandteil der Fusion soll ein zehn- bis zwölfmal im Jahr in wechselnden Kirchen durchgeführter Zentralgottesdienst sein, der am Sonntagvormittag erstmals in der evangelischen Kirche in Frommern unter der Leitung der beiden Pfarrer Manfred Plog und Margarete Goth stattgefunden hat.

"Das soll kein Trauergottesdienst, sondern ein Gottesdienst der Freude sein." Mit diesen Worten hatte Goth die Feier eröffnet. Sie spielte darauf an, dass vor allem ältere Menschen sich mit der Fusion schwer tun. Und die Worte von Goth fanden Gehör, wurde doch der Gottesdienst bestens angenommen. Er wurde vom Projektchor, der aus Mitgliedern aller ehemals eigenständigen Gemeinden besteht, und von der Sängerin Beate Ling musikalisch gestaltet. Als nächste gemeinsame Aufgabe wird momentan am neuen Gemeindebrief gearbeitet, der zu Ostern kommen soll.

"Wir bekommen mitunter sehr viel Wut ab. Aber wir befinden uns auf einem sehr guten Weg und werden nach und nach, wenn sich die jeweiligen Mitglieder besser kennen, zusammenwachsen", ist Pfarrerin Goth guten Mutes. Momentan herrsche noch Kirchturmdenken, es müsse sich alles noch einspielen, sagt Witte. Pfarrer Plog sieht die Fusion als Chance: "Wir müssen uns der Realität stellen, dass wir immer weniger Gemeindemitglieder sind. Von daher war diese Entscheidung unausweichlich. Durch die Fusion bekommen wir die Möglichkeit, uns als neue Gemeinschaft zu präsentieren und die Gegenwart und die Zukunft gemeinsam konstruktiv zu gestalten."

Plog ist seit dem 1. Januar geschäftsführender Pfarrer der Kirchengemeinde und weiterhin für Frommern zuständig. Goth, die ihre Tätigkeit von einer 75- auf eine Vollzeitstelle ausbaute, betreut Dürrwangen, Stockenhausen, Zillhausen und Streichen.

Die Zahl von momentan 28 Kirchengemeinderäten wird nach der nächsten Wahl im Dezember auf 15 Mitglieder verringert. Neben den beiden Pfarrern und dem Kirchenpfleger werden sechs Mitglieder aus der bisherigen Frommerner Kirchengemeinde, drei Mitglieder aus Dürrwangen, zwei aus Zilllhausen und eines aus Streichen Mitgliederl des Gremiums sein.

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.