Die Niederlage gegen Mainz wollen die Balinger Fußballer in Bahlingen aus den Klamotten schütteln. Foto: Kara

Es ist wieder so weit: Mit dem Spiel der TSG Balingen beim Balinger SC steht am Samstag das ewig junge Duell der beiden Namensvettern an. In der Tabelle trennt die beiden nur ein Platz.

Spielbeginn ist um 14 Uhr. Während die Balinger 35 Punkte aus 23 Partien holten, stehen die Balinger nach 23 Spielen bei 33 Zählern. Konträr zueinander verliefen die beiden jüngsten Spiel der beiden Rivalen.

Während das Team von TSG-Cheftrainer – seine Vertragsverlängerung bei den Eyachstädtern steht offenbar unmittelbar bevor – nach einem 2:0-Auswärtssieg beim VfR Aalen zuletzt zu Hause gegen den FSV Mainz 05 II mit 2:5 den Kürzeren zogen, zeigte sich der BSC von einer 1:6-Heimklatsche gegen die Offenbacher Kickers bestens erholt und feierte am vergangenen Wochenende 4:0-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim II. All zu lange am 2:5 gegen Mainz zu knabbern hatte Balingen nicht. "Wenn man verliert ist das grundsätzlich negativ, aber dass wir in dieser Saison Spiele verlieren und auch noch weitere verlieren werden, ist keine Überraschung. Dass wir nach dem 0:5 drangeblieben sind und noch zwei Treffer erzielt haben, war bei aller Enttäuschung über die Niederlage noch ein positiver Aspekt", sagt TSG-Coach Braun. Dessen Vorgaben für das Spiel am Kaiserstuhl sind so simpel wie einleuchtend: "Wir müssen unser Fehlerquote reduzieren und im Spiel nach vorne eine bessere Effizienz erreichen."

In welcher Ausrichtung er sein Team am Samstag auf den Platz schickt, hat er durchgeplant. "Ich weiß wie wir spielen werden, wer aber dann tatsächlich aufläuft lasse ich mir bis kurz vor dem Spiel offen. Schließlich kann immer noch etwas dazwischen kommen", so Braun. Bestes – oder vielmehr schlechtestes Beispiel: Sascha Eisele. Der Außenverteidiger hatte sich nach langer Verletzungspause wieder an die Mannschaft herangearbeitet, zog sich aber im Mittwochstraining eine Bänderblessur im Sprunggelenk zu und fällt nun wieder für einige Wochen aus. Neben ihm müssen auch Keeper Marcel Binanzer (Schulterprobleme) und der Langzeitverletzte Luca Leon Kölsch (Kreuzband-OP) passen. Daniel Seemann kränkelte zuletzt Tagen – sein Einsatz ist ungewiss.

Zu Beginn der Vorrunde gewann die TSG den Ba(h)lingen-Vergleich in der Bizerba-Arena nach einem Treffer vom spielenden Co-Trainer Lukas Foelsch mit 1:0. Klar, dass die Braun-Elf am Samstag auch am Kaiserstuhl erfolgreich sein will und im Tableau vor den Gastgebern bleiben möchte. Beide Mannschaften spielen bislang eine starke Saison, die Bahlinger, die vor der Winterpause meist torreiche Begegnungen ablieferten, haben ihren Stil inzwischen etwas verändert und 2021 mit 14 Punkten einen Zähler mehr eingefahren als die Eyachstädter. "Die Ausrichtung ist etwas defensiver. Bahlingen schießt inzwischen weniger Tore kassiert aber auch weniger. Im neuen Jahr hat der BSC sechsmal zu Null gespielt. Da war das 1:6 gegen Offenbach eine große Ausnahme", sagt Braun.

Herausragender Torjäger bei den Kickern vom Kaiserstuhl ist Santiago Fischer, der bereits 13 Saisontore erzielt hat – nur Marvin Cuni von der SG Sonnenhof Großaspach (14) hat häufiger getroffen. Shqipon Bektasi und Hasan Pepic haben jeweils fünfmal eingenetzt, Amir Falahen (4) belegt Rang vier im Team internen Ranking der besten Schützen. "Bahlingen hat sehr, sehr torgefährliche Spieler in seinen Reihen. Das ist eine erfahrene und gut eingespielte Mannschaft. Die meisten Spieler kommen aus der Schule des SC Freiburg und sind dementsprechend technisch und taktisch sehr gut ausgebildet", so TSG Trainer Braun.

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