Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Balingen Gegen Altersarmut und Parteipropaganda

Von
Heftiger Wortwechsel: Diese Veranstaltung sei nicht an eine Partei gebunden, sondern für alle offen, sagt dieser Mann. Die gelben MLPD-Plakate hätten bei der Mahnwache nichts zu suchen. Foto: Ungureanu Foto: Schwarzwälder Bote

Balingen. "Fridays gegen Altersarmut": Rund 30 Personen haben sich zu einer Mahnwache auf dem Balinger Marktplatz versammelt und demonstrieren gegen Altersarmut und Rentenpolitik. "Wir lassen uns von keiner Partei, Gruppierung oder von Politikern instrumentalisieren", schreibt Organisatorin Waltraud Wahr in ihrem Aufruf: "Wir schließen niemanden aus, egal welcher Partei oder Bewegung er angehört."

Jeder könne mitmachen, ungeachtet seiner politischen Überzeugung. Wirklich jeder, denn das Thema gehe jeden was an. Die Forderung: Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, sollen am Ende eine Rente bekommen, von der sie in Würde leben können.

Zeitweilig kommt es zum Streit, weil eine kleine Gruppe mit gelben Plakaten im Namen der MLPD auftritt – mit Losungen gegen Altersarmut, aber auch gegen die AfD. "Ohne Rechtsextremismus", steht auf einem Plakat. Richtig wäre es gewesen, zu schreiben "ohne Rechtsextremismus und Linksextremismus", meint eine Frau, "dann wäre dagegen nichts einzuwenden". So entstehe nämlich der falsche Eindruck: dass es eine Veranstaltung der MLPD sei.

Davor war die Bewegung "Fridays gegen Altersarmut", die bundesweit in mehr als 100 Städten und Gemeinden angekündigt war, mit der rechten Szene in Verbindung gebracht worden. Vielleicht, weil "die-rechte.net" aufgerufen hatte, die Bewegung zu unterstützen. Daraufhin war die linke Szene über die sozialen Netzwerke mobilisiert worden, um gegen Altersarmut einzutreten, gleichzeitig aber auch ihre "antifaschistische Haltung zum Ausdruck zu bringen". Denn "rechtsextreme Blogs" hätten dazu aufgerufen, das Thema für ihre Propaganda zu nutzen.

Die Veranstaltung, sagt Waltraud Wahr, werde man auf jeden Fall fortsetzen. Vielleicht auf dem Wochenmarkt, um mehr Menschen zu erreichen. Aber auf jeden Fall ohne Parteipropaganda.

Top 5

9

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.