BETRIFFT: Leserbrief "Ein recht einseitig geführter Dialog" vom 14. August

Vor allem den vierten Punkt von Hans Edelmann, "Alle Messwerte regelmäßig veröffentlichen und vor allem ehrlich kommunizieren" unterstütze ich voll. Unter Dialog verstehen viele Bürger dieser Region, welche sich sorgen, was konkret an Müllverbrennungsdämpfen sie in Zukunft einatmen, etwas anderes. Man blieb, nachdem die Verträge kurz vorher unterzeichnet wurden, bewusst dieser Farce fern.

Am 8. August inserierte Korn Recycling umgehend und nicht nur in diesem Blatt in riesigen Anzeigen, dass sie Disponenten suchen. Scharen von Lkw fahren, auffallend vermehrt, nach Albstadt und anschließend ins Zementwerk, um welche Ersatzbrennstoffe auch immer zu verbrennen – nun aus sämtlichen Kreisen kommend und nur mit einem A wie Abfall deklariert. Mehr braucht es nicht mehr.

Ich stelle hiermit nochmals dem Stadt- und Gemeinderat, dem Landrat und den Firmen Korn und Holcim die einfache Frage: Was kommt rein, was kommt raus? Warum interessiert das unsere gewählten Vertreter nicht? Geld regiert die Welt, und Konzerne füllen indirekt die Pensionskassen. "Honi soit qui mal y pense" – ein Schelm, der Übles dabei denkt.

Wir laufen in Corona-Zeiten mit Mundschutz herum, hoffentlich erkranken wir alle hier in dieser Region in Zukunft nicht an viel schlimmeren Krankheiten. Wir sind nicht gegen Zementherstellung, und Müll muss entsorgt werden. Aber das Wie, Wo und Was sollte uns alle doch interessieren. Mehr und mehr Menschen dieser Region sollten sich um echten Dialog bemühen.

Ilona Hildwein | Balingen

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