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Balingen Gartenschau: Entwürfe werden ausgestellt

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Axel Lohrer (rechts) erläutert aufmerksamen Besuchern seinen Sieger-Entwurf. Foto: Breisinger

Balingen - "Grüne Schnittstellen – wie können Eyach und Steinach wieder erreichbar und erlebbar gemacht werden?" – unter dieser Prämisse stand der Architektenwettbewerb zur Gartenschau 2023. Am Freitag wurde der Sieger gekürt, seit Sonntag sind die neun Vorschläge ausgestellt.

Während für die "Landschaftsachse Nord" bereits der generationsübergreifende Beteiligungsprozess im Gange ist, wurde am Freitagabend mit der Bekanntgabe des Siegers ein weiterer Meilenstein in Richtung Gartenschau 2023 gesetzt. In einer zehnstündigen Marathonsitzung wurde das Münchner Büro Lohrer.Hochrhein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner zum Sieger gekürt.

Seit Sonntag sind nun alle eingereichten Wettbewerbsvorschläge in Foyer des Rathauses zu sehen. Bei der Präsentation wurde erklärt, dass die Sieger Balingen als "Stadt-Collier" sehen: ein langer, schmaler Park schmiegt sich wie ein Collier um die historische Stadt. "Wir waren stark beeindruckt von der schönen Geometrie der Balinger Altstadt. Uns war es daher wichtig, den grundsätzlichen Schwung der Altstadt mitzunehmen. Wir haben aber schnell erkannt, dass ein ausgearbeitetes Konzept aufgrund der elend langen Baumreihen an der Eyach und der Steinach nicht ganz so einfach wird", erläuterte Axel Lohrer von Lohrer.Hochrhein die Pläne.

Dialog zwischen Grünstruktur unf Ufer

"Der Plan war, dass es zu einem Dialog zwischen den Grünstrukturen und dem Ufer kommt, um eine ganz andere Wirkung auf die ausgestellten Pflanzen zu erhalten. Wir wollten weg von der geraden Mauer und den Blick in die Tiefe schweifen lassen, sowohl von oben als auch von unten. Der Bereich soll durchlaufbar sein", so Lohrer weiter. Sein Konzept verfügt auch über eine große Spiellandschaft und ausreichend Sitzgelegenheiten.

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Klaus Bierbaum, lobte die Konzeption des Preisträgers, die es geschafft habe, die vielfältigen Einzelelemente zu einem "tragfähigen und prägnanten Gesamtbild" zusammenzuführen: "Wir waren uns relativ schnell einig, dass Lohrer.Hochrhein den ersten Platz erhält."

Die Naturnähe werde gestärkt, durch sie könnten Kleinode entstehen. Die Uferpromenade komme kräftig und urban zur Geltung, die Plattenstufen seien hingegen eher dezent. Zudem sei die Verbindung an den Zwingerpark sehr gut genutzt, und das Reinwerk des Turms werde gewürdigt, erläuterte die Korntaler Fachpreisrichterin Cornelia Bott den Siegerbeitrag: "Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts waren die Wassergärten, die ein Ort sind, um mit Wasser zu spielen und Wasser erlebbar zu machen", führte sie weiter aus.

Den zweiten Platz belegte das Ramboll Studio Dreiseitl aus Überlingen. "Diese Arbeit hat sich stark mit dem Bereich Tanzcasino auseinandergesetzt in der Hoffnung, dass dieses wieder renoviert und wiederbelebt wird. Wichtig waren den Architekten die kurzen Wege in die Innenstadt. Das Thema Wasser hat ebenfalls eine große Rolle gespielt", erklärte Bott dazu.

Naturnaher Entwurf mit Aufenthaltsqualität

Als "naturnahen Entwurf mit hoher Aufenthaltsqualität" bezeichnete Bott die Arbeit des Drittplatzierten Glück Landschaftsarchitekten aus Stuttgart. "Die Westseite ist eher ruhig gestaltet, die Ostseite eher attraktiv, ein Kulturband verbindet beide Seiten. Spielflächen laden dazu ein, näher ans Wasser zu gehen", sagte Bott. Und Architekt Robert Glück ergänzte: "Wir wollen Menschen an den Fluss bringen und Wasser erlebbar machen. Zudem wollen wir die Straßen zurückbauen, um mehr Naturflächen zu gewinnen."

Die Arbeit des viertplatzierten Berliner Architekturbüros RMP Stephan Lenzen ist laut Cornelia Bott "von vielen Sitzmöglichkeiten, einer Terrasse mit Blick auf das Schloss und einer klaren Struktur geprägt".

Alle neun eingereichten Arbeiten seien qualifiziert und wurden mit Preisgeld bedacht, "wir haben keinen Entwurf herausgeschmissen", zeigte sich Bott von dem Niveau begeistert.

 Die Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge ist bis Sonntag, 4. November, zu den üblichen Öffnungszeiten der Infothek zu sehen. Am Sonntag bietet das Baudezernat zudem eine öffentliche Führung an.

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