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Balingen Fulminante Aufführung in Heilig Geist

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Viel Applaus erhielten Sänger und Instrumentalisten für eine überragende Aufführung. Fotos: Meinert Foto: Schwarzwälder-Bote

Eine fulminante Aufführung hat am Volkstrauertag das Publikum in der Heilig-Geist-Kirche begeistert.

Balingen. Der Titel des Oratoriums "Die letzten Dinge" von Louis Spohr könnte bei einer Aufführung am Volkstrauertag vermuten lassen, dass das Werk von Tod und Trauer handelt. Doch das stimmt nicht: Der Glaube ist das zentrale Thema, die Herrlichkeit Gottes, die auch dann bleibt, wenn alles andere vergeht.

Die Texte, die überwiegend aus der Offenbarung des Johannes stammen, beschreiben die Apokalypse. Nicht jedoch, um eine Drohung auszusprechen, sondern als "Durchhalteparole" für den christlichen Glauben.

Das Werk wollten so viele Balinger hören, dass trotz zusätzlicher Stühle in der Kirche etliche Zuhörer das Konzert im Stehen verfolgen mussten. Das Sinfonieorchester der Neuapostolischen Kirche Freiburg/Tübingen mit fast 60 Instrumentalisten sowie der Konzertchor mit mehr als 80 Sängern boten ein imposantes Bild.

Schon die ersten Klänge der dreisätzigen Ouvertüre begeisterten durch einen fulminanten Gesamtklang, der von Orchesterchef Roland Wintzen souverän gesteuert wurde. Langgezogene Crescendi, beeindruckendes Piano und Forte und eine lupenreine Intonation ließen fast daran zweifeln, dass sich das Orchester nicht aus professionellen Musikern zusammensetzt, sondern aus Laien.

Beim Eingangschor "Preis und Ehre ihm, der da ist, der da war und der da kommt" begeisterte der Konzertchor mit einem runden und weichen Gesamtklang, exakter Textabsprache und ausgewogenem Stimmenverhältnis zwischen Männern und Frauen. Den nächsten Glanzpunkt setzte die Sopranistin Alies Mack, die mit ihrer strahlenden, weichen und voluminösen Stimme beeindruckte und mühelos über das Orchester hinweg sang.

Beim nachfolgenden Rezitativ wechselte das Dirigat zu Konzertchorleiter Michael Hochsprung, der bei den nächsten fünf Stücken die Vokalisten und das Orchester führte. Der Tenor Benjamin Koberstein beeindruckte durch lange Melodiephrasen sowie eine lyrische und bewegliche Stimmführung sowohl in den langsamen als auch in den raschen Passagen und unterstrich die Textinhalte durch eine variationsreiche Dynamik und Artikulation.

Beim achten Stück des Oratoriums wechselte das Dirigat wieder zu Roland Wintzen. Die Altistin Carolin Strecker beeindruckte durch eine klare und tragende Stimme, die den heilsverkündenden Text des Rezitativs eindringlich zu Gehör brachte. Beim nachfolgenden "Heil, dem Erbarmer Heil!" traten die vier Solisten als Ensemble im Wechsel mit dem Chor auf und bildeten eine harmonische Einheit, bei der die Frauenstimmen leicht dominierten.

Die zum zweiten Teil des Oratoriums überleitende "Sinfonia" geriet zu einem Meisterstück des Orchesters: Streicher, Holz- und Blechbläser spielten sich die melodischen Bälle zu, und durch die abgestufte Dynamik der verschiedenen Klangregister entstand eine abwechslungsreiche Transparenz, die dem Stück durch dynamische Gegensätze und lebendige Agogik besonderen Glanz verlieh.

Der Schlusschor "Groß und wunderbarlich sind Deine Werke", bei dem sich aus einem Unisono-Einstieg des Chores eine großartige Fuge entwickelt, ließ Chor, Solistenensemble und Orchester noch einmal aufblühen und setzte einen fulminanten Schlusspunkt unter eine ergreifende und beeindruckende Aufführung.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 15875

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