Kirche, Pfarrhaus, Gemeindehaus und dazu noch der Kindergarten: Der Fronhof ist zum markanten Ortskern geworden. Foto: Hauser

Sanierungsmaßnahme "Alter Ortskern Frommern" ist abgerechnet. Startschuss fiel im Jahr 2000.

Balingen-Frommern - "Die öffentlichen und privaten Maßnahmen haben zu einer umfassenden Aufwertung des Ortskerns und des Wohnumfelds geführt." Diese Bilanz zieht die Stadtverwaltung für das Sanierungsvorhaben "Alter Ortskern Frommern". Sie ist nun abgerechnet. Der Kostenrahmen beläuft sich auf rund 2,78 Millionen Euro. An Zuschüssen flossen 1,46 Millionen Euro. Das Sanierungsgebiet umfasste zehn Hektar, die Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen wurde Ende 2000 beschlossen.

Ziel des Sanierungsvorhabens war die Sicherung eines attraktiven und lebendigen Ortskerns, der mit Kindergarten, Kirche und Pfarrhaus zum zentralen Dorfplatz aufgewertet werden sollte. Wiederherstellung der historischen Bebauung, Schaffung zusätzlichen Wohnraums, Reduzierung des Verkehrsflusses und mehr Sicherheit für die Fußgänger – auch diese Punkte standen auf der Agenda.

Ein großes Projekt war die Neugestaltung des Fronhofs. Unter anderem wurden das Feuerwehrgerätehaus und der Farrenstall abgerissen, wodurch Platz geschaffen wurde für das neue Gemeindehaus. Mit der Kirche und dem Pfarrhaus ist der Fronhof zur zentralen Mitte im alten Frommerner Ortskern geworden, wie die Stadtverwaltung festhält.

Verändert hat sich auch die St.-Gallus-Straße. Sie wurde neu geordnet, erhielt Parkmöglichkeiten und Platzanlagen und wurde begrünt. Die Neuordnung von Grundstücken machte es möglich, zum einen in der St.-Gallus-Straße neue Bauplätze anzubieten, zum anderen den Weibelhof und die Fürstenstraße aufzuwerten. Auf dem Hindenburgplatz wurde darüber hinaus der Bitzegraben offengelegt und so wieder erlebbar gemacht.

Private Sanierungsmaßnahmen, mit denen Bauernhäuser mit Scheunenteil erhalten wurden, hätten den Charakter des alten Ortskerns gestärkt, freut sich die Stadtverwaltung. Er habe an Attraktivität gewonnen, da das Zentrum Buhren sowie die weiterführenden Schulen gut zu erreichen seien.