Immer mehr muslimische Mitbürger wollen sich in Deutschland beerdigen lassen. Foto: dpa

Stadt kommt den islamischen Bestattungsregeln entgegen. Beisetzung im offenen Sarg.

Balingen - Immer mehr muslimische Mitbürger wollen sich in jener Stadt beerdigen lassen, in der auch ihre Kinder leben. Deshalb ermöglicht eine wachsende Zahl von deutschen Kommunen Bestattungen nach islamischen Regeln.

In Baden-Württemberg sind es derzeit 36 Städte, die diese Möglichkeit anbieten – und bald wohl 37: Auch Balingen will nun ein (Sonder-)Grabfeld für Muslime ausweisen.

Dabei kommt die Stadt den islamischen Bestattungsregeln so weit entgegen, wie das nach geltendem Recht und örtlichen Gegebenheiten möglich ist. Beispielsweise wird eine Beisetzung im offenen Sarg erlaubt, die Gräber werden nach Mekka ausgerichtet, und das Grabfeld Nummer 4 ist gänzlich Muslimen vorbehalten.

Endgültig entscheiden wird darüber kommende Woche der Gemeinderat, nachdem der Verwaltungsausschuss bereits für das Vorhaben gestimmt hat. »Die Heimat ist dort, wo das Grab ist«, zitiert das Papier zum Sachverhalt aus dem Rathaus einen bekannten Sinnspruch. Aus dieser Perspektive ist die Einrichtung eines muslimischen Grabfelds ein weiterer Schritt zur Integration von Migranten in der Eyachstadt.

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