Sebastian Triebener am Cello und die Kunstturnerinnen bei ihrem Auftritt. Sie erhielten ebenso wie die zahlreichen anderen Akteure viel Applaus. Fotos: Fiedler Foto: Schwarzwälder-Bote

Schüler und Lehrer zeigen bei der Kulturnacht im Gymnasium ein spektakuläres Programm / Indisches Menü

Von Julius Fiedler

Balingen. Einer der Höhepunkte im Schuljahr ist am Gymnasium die Kulturnacht. Am Freitagabend fand bereits die siebte Auflage statt.

Ein gutes Programm und leckeres Essen – das sind die Elemente, welche die Kulturnacht zu einer der größten und wichtigsten Veranstaltungen am Gymnasium machen. Rund 300 Gäste wollten sich die Darbietungen der Schüler und Lehrer nicht entgehen lassen.

Den Anfang machte der Große Chor. Unter der Leitung von Musiklehrer Benjamin Schreijäg präsentierten die jungen Sänger unter anderem "When September Ends", komponiert von Billie Joe Armstrong und arrangiert von Jörg Sommer, Musiklehrer am Gymnasium und "beliebter Musikguru", wie er angekündigt wurde. Die Geschwister Claudius und Sebastian Trie­bener boten danach klassische Musik mit Horn und Klavier. Sie interpretierten "Six Melodies" von Gounod.

Die Lateinschüler der 10c von Birgit Knopp stellten lateinische Lieder und Gedichte vor, unter anderem zu einem Thema, zu dem sich schon die alten Römer Gedanken gemacht haben: "Carpe diem". Dieser Ausdruck sei heute eher als "YOLO" ("Man lebt nur einmal") bekannt, erklärte einer der Schüler mit einem Augenzwinkern. Kunstturnerinnen zeigten unter der Leitung von Sportlehrerin Manuela Hotz zum Lied "Alegría" (Freude) von Réné Dupéré atemberaubende Sprünge und Figuren.

Sport und Musik wechselten sich auch im zweiten Teil des Programms ab. Die Hip-Hop-Crew unter der Leitung von Liz Hengsteler zeigte, wie schwungvoll harte Hip-Hop-Beats interpretiert werden können. Einen beeindruckenden Auftritt legte danach noch einmal Sebastian Triebener hin; diesmal gab er auf dem Cello eine Sonate von Edvard Grieg. Er schien geradezu mit seinem Instrument zu verschmelzen, so energiegeladen, schwungvoll und emotional spielte er das Stück.

Gleich noch einmal Gänsehaut bekamen die Zuschauer beim "The-Voice-Workshop". Die Stücke "Stay" von Rihanna und "Unter die Haut" von Tim Bendzko gingen, nun ja, "unter die Haut".

Den krönenden Abschluss bildete die inzwischen auch schon zur Tradition gewordene Lehrerband um Frontmann Jörg Sommer, wobei Schulleiter Thomas Jerg als Special Guest mit seinem Saxofon mitwirkte. Mit "Grenade" und "Boulevard Of Broken Dreams" rockten die Lehrer die Mensa.

Abgerundet wurde das Programm mit einem dreigängigen indischen Menü, welches das Team der Mensa zubereitet hatte, und durch verschiedene Aktionen einiger Klassen und Kurse neben der Bühne. So bot sich beispielsweise bei drei Juniorfirmen der Wirtschaftskurse die Gelegenheit, ihre Produkte zu kaufen.

Heidi Leidig stellte in einer Bilderpräsentation das Indienprojekt vor, das das Gymnasium unterstützt. Und der Kunstkurs machte mit Projektionen sogar den Toilettengang zu einem Erlebnis.

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