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Balingen Freie Frauenliste im Gemeinderat kommt

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Steht mit ihrer neuen Frauenliste in den Startlöchern: Susanne Kieckbusch. Für Balingen hat sie bereits viele potentielle Kandidatinnen gefunden. Am Weltfrauentag, 8. März, soll die Nominierungsversammlung stattfinden. Foto: Maier

Balingen - Noch vor kurzem schien es, als würde es im Balinger Gemeinderat keine Frauenliste mehr geben. Jetzt wird es wohl doch eine geben – eine, die mit der bisherigen nichts zu tun hat: Susanne Kieckbusch ist zuversichtlich, dass sie eine komplette Liste zusammenbekommt.

"Wenn wir die haben, sind wir drin", sagt sie nachdem sie in den vergangenen Wochen und Monaten viele Frauen angesprochen hat: "Über Weihnachten habe ich 550 Frauen angeschrieben", sagt Kieckbusch. Sie erhalte jetzt ständig Antwort-Mails, und in diesem Monat wolle sie eine Schulung anbieten, "den Frauen sagen, was auf sie zukommt, wenn sie im Gemeinderat oder im Kreistag sind".

Schwierig sei es gewesen, für Balingen und die anderen Städte und Gemeinden die ganzen Namen und Adressen herauszubekommen. Denn die Frauen würden gar nicht im Telefonbuch stehen, erklärt sie. So sei sie in vielen Fällen auf die "Gelben Seiten" angewiesen gewesen. Das Resultat: Fast alle Frauen, die sie so gewinnen konnte, kommen aus sozialen Berufen – Kosmetik, Fußpflege, Physiotherapie. Auch Ärztinnen sind dabei. Zurzeit würden Infoveranstaltungen in den Städten und Gemeinden laufen.

"Ein, zwei Frauen pro Ort finden sich immer", hat sie festgestellt. "Aber man muss Haus für Haus abklappern, um die Liste zusammenzubekommen." Die aufzustellen sei auch nicht ganz einfach: Viele würden mitmachen, aber nur Wenige davon seien bereit, in einem Gremium zu arbeiten. Die, die dazu bereit seien, wolle sie ganz vorne auf die Liste setzen, "damit sie auch hineinkommen".

Es ist kein Zufall, dass die Freie Frauenliste Zollernalb ihre Kandidatinnen ausgerechnet am 8. März nominieren will: "Es ist der Welttag der Frauen, zudem das Ende der Fasnachtswoche", erklärt Kieckbusch. Nicht nur für den Balinger Gemeinderat will sie dann die Kandidatinnen nominieren, sondern auch für Albstadt und für den Kreistag. "Nur in Hechingen sieht es schlecht aus", so Kieckbusch.

Bis zur Nominierung, hofft sie, werden sich noch weitere Frauen finden, die sich kommunalpolitisch engagieren möchten. "Ich kenne niemanden, der bedauert, dass er ein Instrument gelernt hat. Aber es bedauern viele, dass sie keins gelernt haben", sagt sie. Genau so sei es mit dem Gemeinderat oder dem Kreistag: Sie kenne keinen, der nach einer Legislaturperiode sage, das seien fünf verlorene Jahre gewesen.

Wie es jetzt weitergeht? Gleich nach der Nominierung will Susanne Kieckbusch die Wählbarkeitsbescheinigungen einholen. Spätestens am 28. März müssen die Listen im Kommunalamt des Landkreises vorliegen. Besser noch, früher – falls irgend ein Fehler korrigiert werden müsse.

Dass sich die bestehende und noch im Balinger Gemeidnerat vertretene Balinger Frauenliste von ihrer Freien Frauenliste Zollernalb distanziert hat, wundert sie nicht: "Die Balinger Frauenliste ist ein Verein, und Vereinsstrukturen brauchen wir nicht, um Kommunalpolitik zu machen." Viele Aktive der bestehenden Liste würden aus Altersgründen nicht mehr mitmachen. "Sie denken wohl, ›wenn ich das nicht mehr kann, soll es auch jemand anders nicht machen‹", vermutet Susanne Kieckbusch. Schmunzelnd erinnert sie sich an die "hochnotpeinliche Befragung mit Mikrofon" 2005 im Zollernschloss, als der Verein "Balinger Frauenliste" sie ausgeschlossen hatte, weil sie sich für die Grünen engagierte – "angeblich, ohne um Erlaubnis zu fragen".

Wenn sie mögliche Kandidatinnen anspreche, müsse sie häufig erklären, dass sie nicht für die Grünen unterwegs sei, sondern allein für die Frauen. Bei den Grünen sei sie weiterhin aktiv, und mit ihren neuen Frauenlisten wolle sie daher auch abwarten, bis die Grünen ihre Kandidaten nominiert haben. Das geschieht am heutigen Dienstagabend.

Weitere Informationen: Unter der Telefonnummer 07433/1 63 22 oder Fax 0321/21 29 85 65 sowie E-Mail info@susanne-kieckbusch.de

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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