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Balingen Feuerwehr übt Kritik an Stadtverwaltung

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Zahlreiche Beförderungen gab es bei der Balinger Abteilung der Feuerwehr. Foto: Reich

Balingen - Viel Lob gab es bei der Balinger Abteilungsversammlung der Feuerwehr für die Arbeit im vergangenen Jahr. Kritik gab es hingegen an der Stadtverwaltung für den schleppenden Fortschritt beim Anbau der Fahrzeughalle.

Das Jahr 2019 brachte für die 82 Aktiven der Balinger Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr wieder viel Arbeit mit sich. 170 Mal mussten sie ausrücken, um anderen zu helfen. Verkehrsunfälle wie beispielsweise bei Streichen und Dürrwangen sowie auf der B27 forderten die Balinger Feuerwehrleute.

"Es war wieder ein Jahr der Verkehrsunfälle und der Ölspuren", fasste es Abteilungskommandant Florian Rebholz zusammen. Doch auch andere Einsätze galt es für sein Team zu meistern, seien es Brände, der Chemieunfall an der Waldorfschule oder das Bergen eines Tresors aus der Eyach, den dort Diebe versenkt hatten.

122 Wachdienste

Darüber hinaus galt es viel zusätzliche Zeit zu opfern: 122 Wachdienste, beispielsweise in der Stadthalle oder beim Marktplatz-Openair, Übungen und Sonderdienste ließen die Zahl der geleisteten Stunden in die Tausende gehen. Hinzu kamen Lehrgänge, in denen sich die Balinger Feuerwehrmitglieder unter anderem zum Truppmann oder zum Maschinisten weiterbilden ließen. Dass dabei Familie und Arbeitgeber mitziehen müssen, ließ Rebholz nicht unerwähnt, sein innigster Dank ging dennoch in eine Richtung: "Ihr seid eine tolle Mannschaft", rief er seinem Team zu.

"Wir sind äußerst dankbar, dass wir eine solch motivierte Feuerwehr haben", lobte dem­entsprechen auch Bürgermeister Reinhold Schäfer. Doch dafür erwarten die Balinger Feuerwehrleute auch ein entsprechendes Entgegenkommen. Sie sind verärgert darüber, dass die Erweiterung der hinteren Fahrzeughalle nicht vorankommt.

Im April war Spatenstich, und eine Bodenplatte wurde eingebracht. Doch seit Sommer herrscht Baustopp – auch weil eine benötigte Prüfstatik nicht erstellt wurde.

"Da fehlt mir etwas die Wertschätzung der Feuerwehr", machte der ehemalige Stadtbrandmeister Joachim Rebholz deutlich. Auch sein Nachfolger, Thomas Gührs, zeigte sich wenig glücklich: "Das läuft äußerst zäh", urteilte er und monierte zudem, dass am Schlauchturm der Zahn der Zeit nage und dieser deshalb saniert gehöre. Zudem zeigte er kein Verständnis dafür, dass dieser aus energetischen Gründen im Winter nicht beheizt würde und die Schläuche deshalb bis zu 15 Tage zum Trocknen benötigten.

Bürgermeister Schäfer sagte: "Ich kann die Verärgerung der Feuerwehr verstehen." Er rechne jedoch damit, dass noch vor Ostern der Stahlbau für die Fahrzeughalle aufgestellt werde und noch vor Pfingsten die Fassade montiert wird. "Zähneknirschend nehmen wir den Plan zur Kenntnis", sagte Rebholz. "Aber wenn es schneller geht, ist es auch nicht schlimm."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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