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Balingen "Feuervogel" unterstützt dieOpfer von sexueller Gewalt

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"Es ist schwer, Jugendliche zu erreichen", weiß Claudia Kanz vom Verein Feuervogel.Symbol-Foto: © Africa Studio – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Um Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen und Betroffenen zu helfen, arbeiten verschiedene Institutionen im Zollernalbkreis zusammen. Eine davon ist der Balinger Verein Feuervogel.

Zollernalbkreis. Im Jugendhilfeausschuss haben dessen Mitarbeiterinnen Claudia Kanz und Janine Heckele die Arbeit der Beratungsstelle des "Vereins für eine Kontakt-, Info- und Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt" geschildert.

"Viele wissen immer noch nicht über sexuelle Gewalt Bescheid", so das Fazit der Erfahrungen der Feuervogel-Mitarbeiterinnen. Kanz und Heckele bieten Information, Prävention und Rat in Notfällen oder für Angehörige.

Auch Männer betroffen

Zu Feuervogel kommen laut Heckele Jugendliche ab 13 Jahren, vorwiegend Frauen und ganz wenige Männer. Heckele und Kanz thematisieren Gewalterfahrungen und Grenzverletzungen auch in Fortbildungen für den pädagogischen Bereich, zeigen den von sexueller Gewalt Betroffenen Wege zu Therapien – oder auch wegen einer Strafanzeige den Weg zur Polizei und Staatsanwaltschaft.

Die anerkannte Fachberatungsstelle, die einzige im Zollernalbkreis speziell zu diesem Thema, hat laut Kanz ein umfassendes Wissen, wie Täter ihr Vorgehen verschleiern oder wie etwa in der eigenen Familie das Verschweigen funktioniert.

Die Feuervogel-Mitarbeiterinnen sind vor der Corona-Krise auch in die Kindertagesstätten und Schulen gegangen. Kanz und Heckele verwiesen auf das Projekt "Tarzan & Jane 2.0", in dem Dinge wie Sex, Pornografie und Gewalt in sozialen Medien thematisiert werden. Sie arbeiten auch an Schutzkonzepten für Kitas und sitzen im "Arbeitskreis gegen sexuelle Gewalt" und im "Netzwerk Kindeswohl und präventives Handeln" mit Vertretern anderer Institutionen und Behörden wie dem Kreisjugendamt an einem Tisch.

"Es ist schwer, Jugendliche zu erreichen", sagte Claudia Kanz, da viele meist soziale Netzwerke nutzten. Prompt lud Landrat Günther-Martin Pauli die beiden Feuervogel-Mitarbeiterinnen in seinen Online-Bürgerdialog auf Facebook ein.

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