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Balingen Erinnerung an einen großen Gönner

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So soll das neue Balinger Stadtarchiv aussehen, das auf dem Freibadparkplatz gebaut wird. Benannt wird es nach Artur Eppler.Skizze: Stadtverwaltung Balingen Foto: Schwarzwälder Bote

Das neue Balinger Stadtarchiv, das nahe dem Eyachbogen in Richtung Zollernschloss gebaut wird, erhält den Namen "Artur-Eppler-Haus". Das beschloss der Gemeinderat im Umlaufverfahren. So soll der große Gönner der Stadt gewürdigt werden.

Balingen. Artur Epplers Großvater Johannes Eppler, der Endinger Schulmeister, hatte im Jahr 1911 in der alten Mühle an der Eyach im Wolfental am Ortsausgang Richtung Frommern damit begonnen, mit zwei Turbinen Strom zu erzeugen. Im Laufe der Jahre lieferte das E-Werk Eppler dann Elektrizität nach Endingen, Erzingen, Dotternhausen, Dormettingen und Schömberg. Später kamen Ostdorf, Weilstetten und Roßwangen sowie Schörzingen dazu.

1994 übernahmen die Balinger Stadtwerke für einen Millionenbetrag das Netz von dem gelernten Elektriker und Ingenieur Artur Eppler, der damals 20 Mitarbeiter beschäftigte. Im Schlichemtal gibt es noch heute das Überlandwerk Eppler, dessen Geschäftsführer Artur Eppler noch bis zum Jahr 1997 war.

Eppler hat sich sein Leben lang für die Belange seiner Heimatstadt Balingen eingesetzt, der er eng verbunden war. Er unterstützte dabei besondere die Vereine. So war er von 1968 bis 1983 Vorsitzender des Modelleisenbahnclubs Balingen, zu dessen Ehrenmitglied er im Jahr 1999 ernannt wurde.

Die Stadt verlieh ihm im Jahr 2005 für seine Verdienste ihre Ehrenmedaille. "Sie sind eine Persönlichkeit, die sehr viel im Verborgenen bewegt und leistet", hieß es in der Verleihungs-Rede. Und weiter: "Man kann Sie mit Fug und Recht als einen Balinger mit Herzblut charakterisieren."

Als Artur Eppler im Jahr 2016 im Alter von 86 Jahren kinderlos starb, hinterließ er ein Vermögen von 5,4 Millionen Euro. Die Hälfte davon vermachte er der Stadt Balingen. 1,4 Millionen Euro gingen an die Stadt Schömberg, 800 000 Euro erhielt Dotternhausen, über 458 000 Euro konnte sich Dormettingen freuen.

Nachdem zunächst angedacht war, mit dem Balinger Anteil den Bau des Jugendhauses zu finanzieren, beantragte die FDP-Gemeinderatsfraktion im März 2019, mit den 2,5 Millionen den Neubau des Stadtarchivs zu bezahlen, da Artur Eppler immer großes Interesse an der Geschichte der Stadt gezeigt habe.

Nun griff die Stadtverwaltung den Vorschlag auf und schlug vor, dass "das geplante neue Stadtarchiv in Würdigung der großen Verdienste von Herrn Artur Eppler für die Stadt als ›Artur-Eppler-Haus‹ benannt" wird, wie es in der Vorlage heißt, die den Gemeinderatsmitgliedern zugesandt wurde und über die sie per E-Mail abstimmten.

Neubau ist auf dem Parkplatz des Freibads vorgesehen

In der Begründung heißt es: "Nachdem Herr Artur Eppler darüber hinaus durch seine großzügige Erbschaft an die Stadt Balingen wesentlich zur Finanzierung des neuen Stadtarchivs beigetragen hat und schon immer großes Interesse an der Geschichte der Stadt gezeigt und dafür auch immer wieder Geld gespendet hat, schlägt die Verwaltung vor, das neue Stadtarchiv als ›Artur-Eppler-Haus‹ zu benennen." Die Gemeinderäte genehmigten dies einstimmig.

2,25 Millionen Euro will sich Balingen das neue Stadtarchiv auf dem westlichen Teil des Freibadparkplatzes kosten lassen. Offen und einladend für die Bürger soll es nach Vorstellungen der Planer sein, und Anreiz geben, die Stadtgeschichte von Balingen und seiner Umgebung zu erfahren.

Im Erdgeschoss sollen ein Lesesaal und die Verwaltungsräume untergebracht werden. Außerdem können dort Veranstaltungen und Ausstellungen stattfinden. In den oberen Geschossen soll das Archiv seinen Platz finden. Die Obergeschosse sind mit einer langlebigen und beständigen Klinkerfassade vorgesehen, die teilweise auch ins Erdgeschoss führen soll.

Der Neubau des Stadtarchivs im Zusammenhang mit der Gartenschau soll Teil der Kulturachse im Stadtbild sein und ein zeitgemäßes Gegenstück zum Zollernschloss bilden. Und an den Mann erinnern, der sich vielfältig für seine Heimatstadt Balingen eingesetzt hat: Artur Eppler.

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