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Balingen Ensemble 4.1 beglückt und verblüfft die vielen Zuhörer

Von

Von Friedrich Dold

Balingen. Vier Bläser und ein Klavierspieler haben das fünfte Abonnementskonzert der Reihe "Balinger Konzerte" in der Stadthalle bestritten. Mit ungewöhnlicher Programmgestaltung beglückten und verblüfften sie die Zuhörer gleichermaßen.

Ensemble 4.1 nennt sich das Quintett: Thomas Hoppe (Klavier), Jörg Schneider (Oboe), Alexander Glücksmann (Klarinette), Fritz Pahlmann (Horn) und Christoph Knitt (Fagott). Sie sind Studienfreunde, haben als hochkarätige Musiker gute Plätze in Sinfonieorchestern und an Hochschulen. Aber ihre Liebe zur gemeinsamen Kammermusik führt sie durch die ganze Welt – und zum Glück, muss man sagen, auch nach Balingen.

Die zentralen Werke des Abends gruppierten sich um die Pause herum. Mozarts Es-Dur-Quintett KV 452 steht auf einsamer Höhe – er hielt es selbst für etwas vom Besten aus seiner Feder. Die fünf Instrumente sind dabei absolut gleichwertig eingesetzt, und der Reichtum an farblichen Mischungen und Kombinationen ist unerreicht. Die vier Bläser boten hier das nuancenreichste Spiel des Abends, und auch der Pianist gab sein Bestes, ob er nun mit perlenden Skalen die Führung übernahm oder ob er zurückhaltend grundierte.

Sehr eindrucksvoll gelang auch das Quintett op. 43 des Brahms-Freundes Heinrich von Herzogenberg. Das Werk hat seine Längen, aber auch hier sind die Klangfarben der verschiedenen Instrumente klug eingesetzt, und rustikale Rhythmen sowie ein vollgriffiger Klaviersatz entfalteten ihre Wirkung.

Exoten ganz unterschiedlicher Herkunft und Zielsetzung waren die Kompositionen am Anfang und am Schluss. Das Eingangsstück: gefällig, solide gedrechselt, mit einem interessanten Menuett, aber insgesamt eher rückwärts gewandt und altväterisch. Der Komponist: Alexander Reichel, Hobbymusiker, im Hauptberuf Jurist, der es in der Schweiz bis zum Bundesrichter und zum Chef der Sozialdemokraten brachte.

Weit provokanter und animierender war das Schluss-Stück von dem jungen israelischen Komponisten Avner Dorman, das der Klarinettist dankenswerterweise anmoderierte. Mit wenigen einfachen Motiven wird hier ein ganzes Panorama von Jerusalem aufgerollt. Vom brodelnden Leben in der Stadt geht es zur Klagemauer; ein Hochzeitsmarsch steigert sich bis zur Ekstase und endet in einer mysteriösen Explosion. Über den Ruf des Muezzins, begleitet vom Klang gestrichener Klaviersaiten, geht es zurück zum "Jerusalem Mix" – so der Titel dieses Quintetts, das die Zuhörer animierte und zum Nachdenken brachte.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Balingen

Steffen Maier

Fax: 07433 901829

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