Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Balingen Ende mit Wehmut und Optimismus

Von
Historisch: Christoph Nufer, Sabine und Gerd Riethmüller sowie Wolfgang Pick (stehend von links) haben den letzten Vorstand der BTG gebildet. Fotos: Hauser Foto: Schwarzwälder Bote

Mit der einstimmigen Entlastung ist nicht nur die letzte offizielle Hauptversammlung der Balinger Tennisgemeinschaft (BTG) zu Ende gegangen. Sie war die Voraussetzung dafür, dass der Verein aufgelöst werden kann. Dieser Schritt wird Mitte Dezember erfolgen.

Balingen. Es wehte ein Hauch von Geschichte durch die Frommerner Festhalle, als der Abgesang auf den Verein angestimmt wurde. "Mit Wehmut", wie Vorsitzender Gerd Riethmüller konstatierte und nicht nur daran erinnerte, dass vor 122 Jahren zum ersten Mal in Balingen von Tennis die Rede war. Die BTG sei ein erfolgreicher Verein gewesen, "ein Aushängeschild". Und weiter: "Es schmerzt, wenn die BTG nicht mehr in den Tennis-Gazetten erscheint."

Gravierende Veränderungen hätten sich für den Verein abgezeichnet, als die Stadt den Wunsch geäußert hatte, auf dem Grundstück der BTG für die Gartenschau 2023 einen Aktivpark anzulegen. Nach langen Verhandlungen sei der Entschluss zum Zusammengehen mit dem TC Ostdorf (TCO) gefallen (wir berichteten).

"Zukunftsfähige Lösung"

"Das ist eine gütliche und zukunftsfähige Lösung und die Chance für einen Neuanfang", hielt Riethmüller fest. Er wies darauf hin, dass die Verantwortlichen beider Vereine in den vergangenen Monaten "super" zusammengearbeitet hätten und forderte die Mitglieder auf, sich dem TCO anzuschließen, denn er sei sich sicher, dass es ein sehr guter Zusammenschluss werde: "Wir sind sehr gut aufgenommen worden."

Auch Werner Jessen, Gemeinderat und langjähriges BTG-Mitglied, sprach vor der Entlastung von einer "sehr, sehr guten Lösung" und hielt fest: "Wir werden zusammenfinden." Eine Fusion der beiden Vereine sei aus wirtschaftlichen Gründen verworfen worden. Wäre sie beschlossen worden, hätte es keine Zuschüsse für neue Plätze gegeben.

Wehmütig sei er ebenfalls, denn auf der Balinger Anlage habe es in den vergangenen Monaten so gut wie keinen Spielbetrieb mehr gegeben. Aber nicht nur wegen Corona; für die 153 Mitglieder hätten nur noch vier Plätze zur Verfügung gestanden. Dabei hatte die BTG zu ihren Hochzeiten in den 70er-Jahren noch mehr als 600 Mitglieder, die auf neun Plätzen ihrem Hobby frönten. Auch wenn nun der letzte Schritt gegangen werden müsse, so Jessen, "die Erinnerungen nimmt uns niemand".

"Traurig" war auch Sportwartin Sabine Riethmüller mit Blick auf die vergangene erfolgreiche Zeit. Auch sie bat die Mitglieder, sich beim TCO einzubringen. Sie freue sich auf die Zukunft mit mehr Teams und einer größeren Anlage. "Wir sind finanziell gesehen im Reinen", hielt Kassierer Wolfgang Pick fest und stellte in Aussicht, dass der Verein nach seiner Auflösung der Stadt noch einen vierstelligen Betrag überweisen könne.

Eigentlich sollte die Auflösung schon in einer anschließenden außerordentlichen Sitzung erfolgen. Doch dafür hätte mindestens ein Drittel der Mitglieder, also 51, anwesend sein müssen. Doch nur rund 20 waren gekommen. Daher findet am 14. Dezember eine weitere außerordentliche Sitzung statt. "Das ist aber nur noch eine reine Formalie", so Gerd Riethmüller.

Fotostrecke
Artikel bewerten
0
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.