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Balingen Eine "neue Normalität" braucht einen Perspektivwechsel

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Norbert Monschau ist Pastor der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Balingen.Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Balingen. Wann ist normal eigentlich normal? Es gibt eine neue Normalität in Zeiten von Corona. Diesen Satz hörte ich unlängst in verschiedenen Beiträgen. Und diese Aussage macht etwas mit uns Menschen.

Auf der einen Seite sehnen wir uns zurück zur Normalität. "Wann wird es wieder wie früher? Wann hört dieser seltsame Zustand auf?" Auf der anderen Seite dringt aber auch die Erkenntnis durch, dass unsere Gesellschaft nicht mehr zu dieser alten Normalität zurückkehren kann. Zumindest nicht für eine absehbare Zeit. Das heißt: Wir stehen vor der Aufgabe, diese neue Normalität zu definieren.

Was ist diese neue Normalität? Wie wird sie aussehen, wie können wir sie leben? Wieviel Abstand und Kontakteinschränkungen braucht diese Normalität? Alleine diese Fragen verunsichern und machen Angst. Darum braucht es einen Perspektivwechsel.

Zu diesem möchte ich mit einem Bibelwort aus Psalm 121 einladen. Der Psalmist schreibt: "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele."

Psalm 121 ist ein Wallfahrtslied. Dieses Lied haben Menschen gesungen, die auf einer Pilgereise unterwegs waren. Sie zogen vom Jordantal hinauf nach Jerusalem. Dabei hatten sie einen Höhenunterschied von 1200 Meter zu überwinden. Schon alleine dieser Weg brachte einen Perspektivwechsel mit sich. Vom Tal hinauf auf einen Berg. Dort in Jerusalem wollten sie Gott im Tempel anbeten.

Wenn ich Psalm 121 lese, dann habe ich die Balinger Berge vor Augen. Und tatsächlich oben auf dem Hörnle, da sieht die Welt ganz anders aus. Mein Blick verändert sich, ich kann durchatmen. Ich kann mit Gott über meine Sorgen und Ängste reden. Ich bete oft auf den Bergen. In diesen Tagen und Wochen lädt Gott sie ein, ihm zu vertrauen. Jesus Christus sagt in Matthäus 11,28: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken (aufbauen, heilen, vergeben, befreien, reinigen)."

Wie nun diese "neue Normalität" längerfristig aussehen wird, das vermag noch niemand seriös zu sagen. Doch möglicherweise liegt in dieser Zeit auch die Chance für eine neue Wertschätzung von Möglichkeiten, Dingen, Situationen und Menschen. Nichts ist an sich "selbstverständlich". Vielleicht werden dadurch Freundschaften, Beziehungen, Ehen und Familien umso bewusster und ehrlicher gepflegt.

Denn wenn diese Coronapandemie etwas deutlich macht, dann ist es unsere Verletzlichkeit. Und dieser dürfen wir uns stellen und unsere Hilfe, Trost, Beistand, Heilung und Vergebung bei Gott suchen. "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele."

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