Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Balingen Eine interessante Reise in die Vergangenheit

Von
Ruheständler der GEW-Lehrergewerkschaft des Zollernalbkreises haben das Museum für Alltagskultur im Schloss Waldenbuch besucht. Foto: Ullrich Foto: Schwarzwälder Bote

Zollernalbkreis (bu). Mitglieder im Ruhestand der Lehrergewerkschaft GEW im Zollernalbkreis besuchten das Museum für Alltagskultur im Schloss Waldenbuch. Dieses ist eines der bedeutendsten Volkskundemuseen im deutschsprachigen Raum.

Für eine ganze Reihe von Ruheständlern war der Besuch des Museums eine Teilreise in die eigene Vergangenheit. Da war der Schüttstein in der Küche und der Eisschrank, nicht der elektrisch betriebene Kühlschrank und ein Holz und Kohle verzehrender Kochherd.

Die Küche war früher getrennt vom eigentlichen Wohnbereich im Gegensatz zur heutigen Wohnküche mit monströser Dunstabzugshaube. Die kuscheligen Decken im Schlafzimmer täuschen darüber hinweg, dass die Schlafzimmer in aller Regel nicht beheizt waren. Eisblumen am Fenster im Winter waren keine Ausnahme – von wegen Mehrfachverglasung.

Ein Bad oder gar eine Dusche gab es nicht. Wenn samstags Badetag war, wurde der große verzinkte Waschzuber oder die Blechbadewanne in der Küche aufgestellt und die Familienmitglieder, eines nach dem anderen, badete. Wobei das Wasser in aller Regel nicht gewechselt, sondern nur neues, warmes, nachgefüllt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Nierentische und Radios mit "magischem Auge" in Mode. Plastikartikel begannen ihre Reise in die Jetztzeit. Der früher als Beleuchtung benutzte Kienspan musste der Kerze, der Petroleumlampe und dem Gaslicht weichen. Die Glühbirne, mittlerweile am Aussterben, hielt Einzug.

Die Führerin durch die Ausstellung ging auch auf die Veränderung der Arbeitszeiten und des Lebensrhythmus’ ein. Hygiene-, Putz- und Kosmetikartikel, zum Teil heute noch bekannter Marken, waren ebenso ein Thema wie das Aufkommen von Versicherungen.

An bestimmten Merkmalen erkannten die Besucher, dass die Religion und die daraus resultierenden Gepflogenheiten früher stärker im Bewusstsein der Menschen verankert waren. Die Führung und die Exponate waren höchst interessant und riefen bei vielen Besuchern so manche Erinnerung an früher wach. Und da die Gruppe eh schon in Waldenbuch war, stattete sie auch der dortigen Schokoladenfabrik einen Besuch ab.

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.